„The Art of John Lennon“: witzig, pointiert und manchmal provokant


Eine goldene Schallplatte von John Lennon. Fotos: Stiftung Prüsse/ Andreas Greiner-Napp
Eine goldene Schallplatte von John Lennon. Fotos: Stiftung Prüsse/ Andreas Greiner-Napp | Foto: Stiftung Prüsse/ Andreas Greiner-Napp



Braunschweig. Eine überdimensionale Nickelbrille empfängt derzeit die Reisenden im Braunschweiger Hauptbahnhof. Sie ist Teil der Ausstellung „The Art of John Lennon“, die vom 2. September bis zum 20.November 2016 in der „jakob-kemenate“ und an anderen Orten in Braunschweig zu sehen ist. Die Nickelbrille ist ein Markenzeichen des Beatles-Mitgliedes John Lennon, der mit seiner Musik Millionen von Menschen begeisterte.

Kaum bekannt hingegen ist die Faszination des Multitalents fürs Zeichnen und für seine Fähigkeit mit nur wenigen Strichen Eindrücke und Gefühle festzuhalten: witzig, pointiert und manchmal durchaus provokant. Die Stiftung Prüsse gibt in der Reihe „Doppel-Talente“ einen Überblick über das kreative Schaffen Lennons und zeigt darüber hinaus Raritäten, die der Sammler Michael-Andreas Wahle bis auf wenige Ausnahmen zusammengetragen hat. „Ich wollte wissen, was für ein Mensch John Lennon war“, begründete er seine Sammel-Leidenschaft während eines Pressegesprächs. Persönlich kennengelernt habe er den Musiker jedoch nicht.

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Diese Figurengruppe begrüßt die Besucher der Ausstellung. Foto: Stiftung Prüsse/ Andreas Greiner-Napp



Wer die „jakob-kemenate“ betritt, wird von einer lebensgroßen Figurengruppe begrüßt. Die Figuren zeigen in hyperrealistischer Manier John Lennon als jungen Mann, seine Tante Mimi und – vermutlich als Rückblick – den fünfjährigen John. Darüber hinaus sind 35 Zeichnungen, Lithografien und Karikaturen zu sehen, die Lennon mit Kugelschreiber, Bleistift oder japanischer Sumi-Tinte geschaffen hat: Moment-Aufnahmen aus seiner Ehe mit der japanischen Happening-Künstlerin Yoko Ono, Episoden aus dem Familienalltag, Besuche in Japan und Zeichnungen für seinen Sohn Sean. Abgerundet wird die Schau mit Auszeichnungen, Fotos, Urkunden und persönlichen Gegenständen Lennons.

Während der Ausstellung unter der Schirmherrschaft von Braunschweigs Oberbürgermeister Ulrich Markurth, sind zahlreiche Veranstaltungen geplant: Am Samstag, 3. September, können Postkarten, Briefe und Bücher mit einem Sonderstempel abgestempelt werden. Der Sammler Michael-Andreas Wahle ist am Samstag, 24. September, in der „jakob-kemenate“ zu Gast und am Sonntag, 9. Oktober, gibt es einen persönlichen Rückblick auf die Pop-Ikone mit dem Autor und Musiker Achim Amme und Songwriter Volkwin Müller.

Lennon-Fans können in der „jakob-kemenate“ den Druck „Honeymoon“ mit Künstlerstempel erwerben, der in einer begrenzten Auflage herausgegeben wird. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog, einem Teil der Auflage liegt eine CD bei mit den letzten Demoaufnahmen Lennons vor seinem tragischen Tod im Jahr 1980.

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Sammler Michael-Andreas Wahle, links, und Stifter Jochen Prüsse Foto: Stiftung Prüsse/ Andreas Greiner-Napp


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