Braunschweig. Beim zwölften Dialogforum zur Zukunft der Innenstadt hat Oberbürgermeister Dr. Thorsten Kornblum die Anziehungskraft der Braunschweiger Innenstadt betont. Vorgestellt wurden zahlreiche Projekte, Maßnahmen und Angebote, mit denen die Stadt, die städtischen Gesellschaften sowie private Akteure und Initiativen die Innenstadt stärken und weiterentwickeln wollen. Das berichtet die Braunschweig Zukunft GmbH in einer Pressemitteilung.
„Der Tag der Niedersachsen hat es noch einmal ganz deutlich gezeigt: Unsere Stadt hat eine Menge zu bieten und sie ist ein einmaliger Erlebnisraum für Menschen aus Braunschweig, der Region und für Gäste aus Nah und Fern“, so Kornblum. Auch nach dem Tag der Niedersachsen biete Braunschweig ein abwechslungsreiches Veranstaltungsangebot, mit bevorstehenden Highlights wie dem Gauß-Jahr 2027 sowie dem Erlebnis-Turnfest und dem Internationalen Hansetag im selben Jahr. „Mit mehr Begrünung, attraktiven Platzgestaltungen und klaren Perspektiven für große Leerstände sorgen wir zusammen mit unseren Partnern dafür, dass unsere Innenstadt durch neue Nutzungsformen weiter ein Magnet für die Braunschweigerinnen und Braunschweiger und unsere Gäste bleibt“, so Kornblum.
Stiftshöfe und BOMA+
Für die Stiftshöfe auf dem Gelände der ehemaligen Burgpassage hat die Struktur-Förderung Braunschweig GmbH jüngst mit dem „Baggerbiss“ die nächste Phase auf dem Weg zur Errichtung eines Motel ONE, eines Erweiterungsbaus des Gymnasiums Kleine Burg sowie moderner Eigentumswohnungen eingeläutet. Im von Stadt Braunschweig und Volksbank BRAWO initiierten Projekt BOMA+, das Stadtbaurat und Wirtschaftsdezernent Gerold Leppa vorstellte, kürte die Jury Anfang Juni den Siegerentwurf des kooperativen Architekturwettbewerbs.
Pop Up-Spielplätze und Baumspenden
Anna Katharina Hanusch, Dezernentin für Umwelt, Stadtgrün und Hochbau, und Fachbereichsleiter Michael Loose stellten unter anderem die Pläne für sogenannte Pop Up-Spielplätze vor, die temporäre Spiel- und Aufenthaltsangebote in der Innenstadt schaffen sollen. Das Vorhaben wird im Rahmen des niedersächsischen Programms „Resiliente Innenstädte“ gefördert. Sie wiesen zudem auf verschiedene Programme zur Pflanzung neuer Bäume hin, bei denen Bürgerinnen und Bürger selbst Bäume spenden oder Gewerbetreibende mit finanzieller Unterstützung der Stadt Bäume auf ihren Flächen pflanzen können.
Kunst und Architektur
Kultur- und Wissenschaftsdezernentin Prof. Dr. Anja Hesse zog gemeinsam mit Jennifer Bork eine Zwischenbilanz des im Mai eingeweihten temporären Architekturpavillons, der als Veranstaltungsort für verschiedenste kulturelle Angebote bislang gut angenommen wird. 15 Veranstaltungen mit insgesamt mehr als 2.000 Gästen haben bereits in den ersten 20 Tagen seit der Eröffnung stattgefunden. Karina Gauerhof, künstlerische Leitung des Internationalen Filmfests Braunschweig, stellte die Pläne des Vereins vor, anlässlich des 40-jährigen Jubiläums des Internationalen Filmfests mithilfe des städtischen „Förderfonds Innenstadt“ Filmkultur direkt in die Innenstadt zu bringen. Dafür soll ein temporärer Pop Up Space entstehen, an dem Filmfans zusammenkommen und sich inspirieren lassen können.
Jörg Meyer, Geschäftsführer der Braunschweig Zukunft GmbH, gab aktuelle Einblicke in die Leerstandsentwicklung. Demnach ist die Zahl der Leerstände in den vergangenen Monaten leicht zurückgegangen. Neueröffnungen sind vor allem im Kern der Innenstadt zu verzeichnen, während die Nachfrage nach Flächen am Innenstadtrand geringer ist.
Vorstellung der Innenstadt-App
Nina Fritzler, Geschäftsführerin der Braunschweig Stadtmarketing GmbH, stellte unter anderem die neue Innenstadt-App der Printzz GmbH vor. Das Stadtmarketing ist inhaltlicher Partner für die Einführung und Erprobung der App, die ohne Download über jeden Webbrowser nutzbar ist und von Sehenswürdigkeiten und Hotels über Handel und Gastronomie bis zu Parkmöglichkeiten und Veranstaltungen sowohl Braunschweigerinnen und Braunschweigern als auch Touristen und Geschäftsreisenden viele nützliche Informationen bieten soll.

