Braunschweig. Die Bahnübergänge im Braunschweiger Stadtteil Bienrode werden saniert, einer soll komplett neu gedacht werden. Zum aktuellen Sachstand in dem Stadtteil, durch den die Bahnstrecke Richtung Uelzen verläuft und der immer wieder von Sperrungen der Bahnübergänge betroffen ist, äußerte sich jetzt die Stadtverwaltung in einer Mitteilung außerhalb von Sitzungen, in der sie Antworten des Unternehmens DB InfraGo vorlegt.
Der Bahnübergang Waggumer Straße ist derzeit, wie regionalHeute.de berichtete, planmäßig noch bis Ende dieser Woche gesperrt. Laut Antwort der für die Bahn-Infrastruktur zuständigen DB-Tochter handele es sich um "die finalen Straßenbauarbeiten". Ende Januar hatte bereits eine Teilsanierung stattgefunden. Die derzeitigen Arbeiten konnten damals wegen der Minustemperaturen nicht ausgeführt werden. Während der Vollsperrung werde der Bahnübergang Auf dem Anger temporär geöffnet. Die Busse werden in dieser Zeit über die Hermann-Blenk-Straße umgeleitet.
Dann wird der Bahnübergang Altmarkstraße saniert
Weiter geht's Ende September am Bahnübergang Altmarkstraße: Bis voraussichtlich Ende November soll dieser dann saniert werden, heißt es in der Antwort von DB InfraGo. Der Zeitraum sei gewählt worden, um die verkehrsärmeren Herbstferien zu nutzen. Eine Umleitung soll über die Waggumer Straße - Hermann-Schlichting-Straße erfolgen. Einschränkungen des ÖPNV werde es demnach nicht geben.
Zu guter Letzt äußert sich die DB-Tochter auch zu ihrem größten Problemfall in Bienrode: dem über Monate gesperrten Bahnübergang Auf dem Anger. Für diesen sind größere Veränderungen vorgesehen. Unter anderem war zuletzt von einer Einbahnstraßenregelung die Rede. Die DB InfraGO erarbeite laut ihrer Stellungnahme derzeit die Planfeststellungsunterlagen. Die Einreichung der Unterlagen beim Eisenbahnbundesamt (EBA) sei demnach für Ende des Jahres vorgesehen. Daran schließt sich das öffentliche Planfeststellungsverfahren an. Dann können Bürger und die Stadt als Trägerin öffentlicher Belange Stellungnahmen abgeben.
Das EBA werde danach den Planfeststellungsbeschluss unter Würdigung der eingegangenen Stellungnahmen erlassen. Es folgen die Ausführungsplanungen und der Bau. Durch das streng formalisierte und zeitintensive Planfeststellungsverfahren könne eine Inbetriebnahme frühestens für das Jahr 2029 in Aussicht gestellt werden, heißt es im Statement der DB InfraGo weiter.

