Sie sind hier: Region >

Braunschweiger Corona-Medikament: CORAT Therapeutics sichert sich zusätzliche Finanzierung



Braunschweiger Corona-Medikament: CORAT Therapeutics sichert sich zusätzliche Finanzierung

Corat Therapeutics sichert sich 12,7 Millionen Euro vom Land Niedersachsen, privaten Investoren und dem Bundesministerium für Forschung und Bildung.

(Symbolbild)
(Symbolbild) Foto: Pixabay

Braunschweig. Das Braunschweiger biopharmazeutische Startup Unternehmen CORAT Therapeutics GmbH hat eine dritte Finanzierungsrunde mit der erneuten Beteiligung der landeseigenen NBank Capital Beteiligungsgesellschaft mbH und lokalen Investoren abgeschlossen. Dies berichtet das Unternehmen am Donnerstag in einer Pressemitteilung.



CORAT entwickelt ein Antikörper-basiertes Medikament – COR-101 – das für die Behandlung von hospitalisierten COVID-19 Patienten mit moderater bis schwerer Erkrankung optimiert ist. Ziel der aktuellen Finanzierungsrunde war es die Finanzierung einer klinischen Phase II-Studie zu sichern, die in Kürze beginnt. NBank Capital Beteiligungsgesellschaft mbH und Privatinvestoren aus Braunschweig, die sich bereits an früheren Finanzierungsrunden der CORAT Therapeutics GmbH beteiligt haben, erhöhten ihre Investitionen. In der aktuellen Finanzierungsrunde kommen weitere neue Investoren aus Braunschweig hinzu. Zusätzlich erhält die CORAT bis zu sieben Millionen Euro aus demBundesförderprogramm "Forschung und Entwicklung dringend benötigter Therapeutika gegen SARS-CoV-2" zur Unterstützung der klinischen Entwicklung von COR-101.

Zurzeit befindet sich der Antikörper-Wirkstoffkandidat COR-101 in der klinischen Phase Ib der kombinierten Phase Ib/II Studie, die derzeit an fünf Studienzentren in Deutschland durchgeführt wird. Hier wird COR-101 in hospitalisierten Patienten getestet, um insbesondere die Sicherheit und Verträglichkeit, sowie die Wirksamkeit bewerten zu können. Beteiligt sind die Universitätskliniken in Tübingen, Dresden und Leipzig, sowie das Robert-Bosch-Krankenhaus Stuttgart und das Städtische Klinikum Braunschweig. Das Ende der klinischen Tests Ib wird Ende Juli 2021 erwartet.


Entwicklung vorantreiben


Lesen Sie auch: Zwischen kämpfen und hoffen: So wirkt das Braunschweiger Corona-Medikament


Niedersachsens Wirtschaftsminister Dr. Bernd Althusmann kommentiert: "CORAT Therapeutics hat bisher alle erforderlichen Entwicklungsschritte im Zeitplan bewältigt. Jetzt kommt es darauf an, das hohe Entwicklungstempo zu halten und ohne Verzögerung die erforderlichen Klinischen Studien voranzutreiben. Auch die Niedersächsische Landesregierung hat ein hohes Interesse daran, diese Erfolgsgeschichte weiterzuschreiben. "




Dr. Andreas Herrmann, Geschäftsführer von CORAT, erklärte: "Wir sind dem Land Niedersachsen, der NBank und auch den Privatinvestoren sehr dankbar, dass sie diese nächsten wichtigen Schritte mit uns gemeinsam gehen und uns, nicht nur finanziell, derartig unterstützen. Jetzt können wir ungebremst die anstehenden klinischen Studien durchführen und hoffentlich in naher Zukunft auch die Wirksamkeit unseres Medikaments zeigen. Wir sind überzeugt, dass Medikamente wie COR-101 einen wichtigen Eckpfeiler in der Bekämpfung der sicherlich noch Jahre dauernden Pandemie darstellen und den schwer erkrankten Patienten helfen können.“

Über CORAT Therapeutics


Die CORAT Therapeutics GmbH ist ein biopharmazeutisches Unternehmen, das im Mai 2020 als Spin-off der Braunschweiger Biotechnologiefirma YUMAB GmbH gegründet wurde. Das Unternehmen widmet sich der Entwicklung von therapeutischen Produkten zur Bekämpfung der SARS-CoV-2-vermittelten COVID-19- Erkrankung und trägt zur Heilung von COVID-19-Patienten bei, die an dieser Krankheit leiden. Das Unternehmen wurde von der Niedersächsischen Landesbank und privaten Investoren mitfinanziert.


zum Newsfeed