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Braunschweiger Corona-Medikament steht kurz vor Testphase

Das Unternehmen befindet sich in enger Abstimmung mit den Zulassungsbehörden und erwartet in Kürze grünes Licht für den Start der klinischen Testung.

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Symbolbild Foto: Rudolf Karliczek

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12.01.2021

Braunschweig. Das Braunschweiger Unternehmen CORAT Therapeutics GmbH hat mit der Vorbereitung der klinischen Testphase eines direkt gegen die Virusinfektion wirkenden Medikaments für dessen Markteinführung begonnen. Das geht aus einer Mitteilung des niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung am Dienstag hervor.



Das Biotech-Unternehmen, eine Ausgründung aus der Technischen Universität Braunschweig, hat unmittelbar nach Ausbruch des Corona-Virus in Deutschland mit der Suche nach wirksamen menschlichen Antikörpern begonnen. Schon die erste Entwicklungsphase wurde vom Land Niedersachsen gefördert. Dadurch konnte die CORAT Therapeutics bereits im November 2020 die ersten Dosen ihres vielversprechenden Antikörper-Medikaments COR-101 bereitstellen. Das Unternehmen befindet sich in enger Abstimmung mit den Zulassungsbehörden und erwartet in Kürze grünes Licht für den Start der klinischen Testung.

Die erste Finanzierungsrunde im Frühjahr schloss NBank Capital, das Beteiligungsunternehmen der NBank, innerhalb von vier Wochen ab. Weitere Investoren kamen aus der privaten Wirtschaft in Braunschweig. Nunmehr wurde die zweite Finanzierungsrunde unter maßgeblicher Beteiligung von NBank Capital erfolgreich umgesetzt.

Entwicklung darf nicht am Geld scheitern


Wirtschaftsminister Dr. Bernd Althusmann: "Die Entwicklung eines Medikaments gegen Corona darf nicht am Geld scheitern. Wir brauchen Medikamente gegen Corona genauso dringend wie Impfstoffe. Die Braunschweiger Biotech-Firma CORAT Therapeutics GmbH ist kurz vor dem Ziel, ein in allen bisherigen Experimenten hochwirksames Medikament an Patienten zu testen. Deshalb stellen wir als Land weiteres Risikokapital zur Verfügung, damit nicht wertvolle Zeit verloren geht. Wir werden diese Niedersächsische Erfolgsgeschichte weiter intensiv begleiten."

In zahllosen Schritten und mit Hilfe der Braunschweiger Helmholtz- und Fraunhofer-Institute konnte CORAT in Rekordzeit den passenden Antikörper identifizieren. Aus einer Antikörper-Bibliothek mit 10 Millionen Antikörpern gelang es CORAT einen sehr effizienten menschlichen Antikörper zur Bindung an das Spike-Protein des SARS-CoV-2 Virus zu identifizieren. Damit wird die Bindung an den Rezeptor blockiert und die Ausbreitung des Virus im menschlichen Körper verhindert.

Dr. Ulf Meier, Vorstandsmitglied der NBank: „NBank Capital, unser Beteiligungsunternehmen, hat mit der ersten Finanzierungsrunde im Juni gemeinsam mit drei Privatinvestoren den Grundstein gelegt, damit CORAT ein wirksames Mittel gegen das Corona-Virus entwickeln kann. Der nächste Schritt wird nun mit der zweiten Finanzierungsrunde, die die NBank Capital wieder gemeinsam mit Privatinvestoren darstellt, getan. Nur so waren der Startschuss und die weitere Entwicklung des Mittels überhaupt möglich. Für die nächsten Schritte, um ein entwickeltes Mittel marktfähig und -gängig zu machen sowie zu produzieren, wird jetzt jedoch die Unterstützung anderer Investoren benötigt."

Dr. Andreas Herrmann, Geschäftsführer der CORAT Therapeutics GmbH: "Impfstoffe können infizierten Patienten nicht helfen, dazu brauchen wir in jedem Fall ein spezifisch gegen Covid-19 gerichtetes Medikament. Unser menschlicher Antikörper COR-101 ist speziell für diese Anwendung entwickelt, und so konzipiert, dass er auch hospitalisierten Patienten helfen kann. Die wiederum sehr schnell umgesetzte Finanzierung mit Hilfe der NBank und unser bestehenden Investoren ermöglichen uns die dringend notwendigen nächsten Schritte in Richtung Marktversorgung und weitere klinische Entwicklung ohne Zeitverzögerung zu gehen. Wir danken der NBank und unseren Investoren für das in uns gesetzte Vertrauen."


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