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Brückenneubau Kreuz-Braunschweig-Süd soll eher fertig werden



Brückenneubau Kreuz-Braunschweig-Süd soll eher fertig werden

Die Arbeiten gehen gut voran. Man rechnet mit einer Fertigstellung der neuen Brücke Ende 2023. Auch bei den Baukosten sei man im Soll.

von Anke Donner


Die neue Autobahnbrücke am Kreuz Braunschweig Süd soll Ende 2023 fertig sein.
Die neue Autobahnbrücke am Kreuz Braunschweig Süd soll Ende 2023 fertig sein. Foto: Die Autobahn GmbH des Bundes/ Flying Arms

Region. Seit 2020 wird am Autobahnkreuz Braunschweig-Süd gebaut. Grund dafür ist die Sanierung der Brücke der B4, die über die A39 verläuft und damit eine Hauptverkehrsader für die gesamte Region ist. Täglich pendeln auf dieser Strecke, die zur A36 führt, tausende Fahrzeuge. Die Bauarbeiten bedeuten also für den täglichen Pendelverkehr große Einschnitte. Bis zum Frühjahr 2024 sollten die Arbeiten abgeschlossen sein. Doch wie die Autobahn GmbH des Bundes auf Nachfrage von regionalHeute.de mitteilte, werde mit der Fertigstellung schon Ende 2023 gerechnet.



"Nach derzeitigen Stand sieht es so aus, dass die Baustelle schon im Dezember 2023 beendet sein wird", teilt Inga Fahlbusch von der Autobahn GmbH des Bundes mit. An Stelle von Ostern 2024 sei das Bauende schon Ende Dezember 2023 geplant. Somit werde man etwa vier Monate früher fertig sein. Mögliche Verzögerungen seien witterungsbedingt aber nicht ausgenommen, betont Inga Fahlbusch. Nicht nur zeitlich bewege man sich in einem guten Rahmen, auch bei den Baukosten von etwa 23 Millionen Euro sei man im Soll.

Seit knapp einem Jahr, seit September 2020, sind verschiedene Verkehrsverbindungen im Kreuz Süd für die gesamte Bauzeit gesperrt. Eine Behelfsbrücke sorgt dafür, dass der Verkehr - wenn auch eingeschränkt - weiter fließen kann. Notwendige Sperrungen werden derzeit immer über das Wochenende und in den Nachtstunden eingerichtet, so dass der Berufsverkehr nicht zu sehr beeinträchtigt wird.



Derzeit sorgt eine Behelfsbrücke dafür, dass der Verkehr weiter fließt.
Derzeit sorgt eine Behelfsbrücke dafür, dass der Verkehr weiter fließt. Foto: Anke Donner



Die nächsten, größeren Bauarbeiten, die mit einer Sperrung einhergehen werden, sind für Mitte September geplant. Dann wird das Traggerüst für den westlichen Brückenüberbau montiert. In diesem Traggerüst wird die Schalung für den Überbau der Brücke eingebaut, um den Beton in die endgültige Form zu bringen. Für das Traggerüst ist notwendig, die Fahrbahn in den Nachtstunden zu sperren, um die notwendigen Stahlträger über der A39 zu montieren. Geplant sei, je Richtungsfahrbahn die A39 für jeweils fünf aufeinanderfolgende Tage nachts zu sperren. Tagsüber könne der Verkehr dann wieder frei fahren. Genauere Informationen zu den Sperrungen werde man rechtzeitig bekanntgeben.

Rund 30 Personen sind derzeit auf der Baustelle beschäftigt, sagt Inga Fahlbusch. "Die derzeitigen Arbeiten betreffen vor allem den Betonbau, der zur Zeit gute Fortschritte macht. Die schwierigsten Arbeiten sind zwischen Weihnachten 2020 und Mai 2021 gelaufen. Dabei handelte es sich um die Verbauarbeiten zum Herstellen der Baugruben sowie die Herstellung und Montage der Behelfsbrücken, die innerhalb sehr kurzer Zeit und im Winter durchgeführt werden mussten. Diese Arbeiten konnten jedoch planmäßig abgeschlossen werden", erklärt die Sprecherin.

Daten und Fakten zum Brückenbau


Die alte Brücke, Baujahr 1965, ist Geschichte. Sie wurde bereits im vergangenen Frühjahr abgerissen und vorerst durch eine Behelfsbrücke ersetzt. Die neue Brücke wird nach der Fertigstellung eine Länge von 55 Metern und eine Breite von 40 Metern haben. Die Kosten für den Neubau einschließlich der Behelfsbauwerk belaufen sich auf rund 23 Millionen Euro. Davon werden rund 17 Millionen Euro von Bund getragen; die Braunschweiger Verkehrs-GmbH (BSVG) übernimmt rund 6 Millionen Euro. Für die umfangreichen Leitungsverlegungen durch die Stadtentwässerung ergeben sich weitere rund 15 Millionen Euro.

Während der dreijährigen Bauphase werden 2.100 Kubikmeter Betonabbruch anfallen und 15.000 Quadratmeter Asphaltfläche werden geschaffen. Dabei fallen 45.000 Kubikmeter Bodenein- und -ausbau an und 800 Meter Gleise werden ein-und ausgebaut. 1.700 Tonnen Schotter werden für den Gleisaus- und einbau verwendet. Insgesamt werden 6.400 Kubikmeter Beton, 700 Tonnen Bewehrung für die Verstärkung von Betonbauteilen und 110 Tonnen Spannstahl verarbeitet.


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