Bundesregierung gibt Finanzierungszusage zur Weddeler Schleife

Nachdem der Bau der Weddeler Schleife zunächst auf der Kippe stand, sicherte die Bundesregierung nun finanzielle Hilfe zu.

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Archivfoto. Foto: Regionalverband Großraum Braunschweig

Region. In den vergangenen Wochen herrschte große Sorge um den Bau der Weddeler Schleife. Die sicher geglaubte und vom Bundestag abgesegnete Finanzierung war vom Bundesverkehrsministerium in Frage gestellt worden. Es sollte eine erneute Überprüfung stattfinden. Fraglich sei gewesen, ob die Baumaßnahme auch überregional von Bedeutung sei. Diese konnte nun wohl geklärt werden: Die Bundesregierung sicherte nun die weitere Finanzierung des zweigleisigen Ausbaus der Bahnstrecke Weddeler Schleife zwischen Braunschweig und Wolfsburg ab. Dies sorgte in der Region für Erleichterung.



„Wir sind froh und erleichtert, dass die Bundesregierung die Finanzierungszusage für den Ausbau der Weddeler Schleife nun erneut bestätigt hat. Dem Abschluss der Bauarbeiten sollte nun hoffentlich endgültig nichts mehr im Wege stehen“, sagten beispielsweise Tobias Hoffmann, Präsident der IHK Braunschweig, und Andreas Kirschenmann, Präsident der IHK Lüneburg-Wolfsburg, in einer gemeinsamen Reaktion.

Dass es nun grünes Licht aus Berlin für den Ausbau der rund 21 Kilometer langen Strecke zwischen Weddel und Fallersleben gab, werten beide IHK-Präsidenten als wichtiges Signal für die Region Braunschweig-Wolfsburg. „Mit mehr als einer Million Menschen und 400.000 Beschäftigten ist eine gute Verkehrsinfrastruktur unverzichtbar für den Wirtschaftsstandort, die Weddeler Schleife gehört unbedingt dazu. Der zweigleisige Streckenabschnitt ist ein zentraler Baustein für einen bedarfsgerechten ÖPNV und hat eine große Bedeutung für den bundesweiten Personen- und Güterverkehr“, so die beiden IHK-Präsidenten.

Politik setzte sich ein


Parteiübergreifend hatten sich die Landesregierung sowie die Landtags- und Bundestagsabgeordneten der Region Braunschweig-Wolfsburg für den Ausbau der Bahnstrecke eingesetzt. Hier einige Stimmen.

Andreas Hoffmann, Landtagsabgeordneter der Grünen aus Braunschweig:
"Vor allem für die vielen Pendler*innen in der Region zwischen Braunschweig und Wolfsburg ist diese Entscheidung ein Gewinn und beendet eine wochenlange Hängepartie. Der zweigleisige Ausbau der Weddeler Schleife macht Schluss mit dem Nadelöhr im Bahnverkehr im Osten Niedersachsens und spielt auch eine wichtige Rolle bei der Einführung des Deutschlandtakts. Die 72 Millionen Euro vom Bund stärken die Schiene und bringen die Verkehrswende in der Region Braunschweig voran. Der Protest vieler Menschen aus der betroffenen Region hat sich gelohnt. Der politische Druck aus Niedersachsen hat endlich dafür gesorgt, dass im Bundesverkehrsministerium die Einsicht gereift ist, die Blockade zu lösen und das nötige Geld für den Ausbau der Weddeler Schleife bereitzustellen. Es darf sich nicht wiederholen, dass während laufender Bauarbeiten Geld nicht freigegeben wird, weil sich das Bundesfinanzministerium gefassten Beschlüssen des Bundestages verweigert."

Der Braunschweiger Bundestagsabgeordnete Dr. Christos Pantazis (SPD) zeigt sich außerordentlich erfreut: "Der Ausbau schafft zusätzliche Kapazitäten für den Güterverkehr und stärkt somit unsere Wirtschaftsregion. Auch Pendlerinnen und Pendler profitieren von dem Projekt, nach
dessen Fertigstellung die Züge zwischen Braunschweig und Wolfsburg im Halbstunden- anstatt Stundentakt fahren werden. Die Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs wird somit attraktiver – mit Blick auf das bundesweite 49-Euro-Ticket im Nah- und Regionalverkehr noch einmal mehr, was auch der Umwelt zugutekommt."


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