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CDU/FDP-Gruppe wehrt sich gegen gepushte Grundstückspreise

Dies berichtet die Gruppe in einer Pressemitteilung.

Von links: Uwe Lagosky, Vorsitzender der CDU/FDP Gruppe im Gemeinderat Cremlingen und Tobias Breske, Vorsitzender des CDU-Gemeindeverbandes Cremlingen.
Von links: Uwe Lagosky, Vorsitzender der CDU/FDP Gruppe im Gemeinderat Cremlingen und Tobias Breske, Vorsitzender des CDU-Gemeindeverbandes Cremlingen. Foto: Jörg Weber

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02.07.2020

Cremlingen. Die CDU/FDP Gruppe im Gemeinderat Cremlingen steht von jeher für eine moderate, aber stetige Weiterentwicklung aller zehn Ortschaften, um gerade der jungen Generationen, die Möglichkeit zu bieten, in ihren Heimatorten zu bleiben und dort mit ihren Familien die Dorfgemeinschaft zu bereichern. Deshalb wurde das in jüngster Zeit angestoßene Neubauprojekt “Im Hasselrode“ in der Ortschaft Schandelah als Schritt in die richtige Richtung empfunden und durch die Fraktion im Bebauungsplanverfahren positiv begleitet. Auch eine Drucksache der Gemeindeverwaltung zur Festlegung der Verkaufspreise, die sich an den Bodenrichtwerten plus einem Aufschlag orientieren, wurde als schlüssig und angemessen sehr positiv aufgenommen. Die SPD-Fraktion habe einen Antrag eingebracht, nach dem die Grunstückspreise deutlich angehoben werden sollen. Dagegen wehrt sich die CDU/FDP-Gruppe, wie sie in einer Pressemitteilung berichtet.



In der letzten Beratungsrunde in den Fachausschüssen wie auch in der Sitzung des Gemeinderates am 23. Juni, wurde dann allerdings von der SPD-Ratsfraktion der Antrag eingebracht, die Verkaufspreise noch einmal erheblich anzuheben. Der neuerliche Grundstückspreis sollte laut Antrag von 165 Euro auf 195 Euro oder 200 Euro angehoben werden. Als Begründung habe die Fraktion angeführt, man liege im Speckgürtel von Braunschweig und im Vergleich zu anderen Baugebieten in anderen Kommunen sei man noch weit unter den dort festgesetzten Preisen geblieben. Eine Argumentation, die die CDU/FDP Gruppe entschieden bei der Abstimmung im Gemeinderat abgelehnt hat.

"Preisgestaltung für Normalverdiener"


Einen besonderen Beigeschmack habe dabei die Argumentation, dass auf Drängen der SPD-Fraktion die Vergabekriterien für Bauland in der Gemeinde Cremlingen noch einmal dahingehend geändert wurden, dass gerade Normalverdiener besondere Berücksichtigung finden würden. Welcher "Normalverdiener" soll die Mittel für solche Grundstückspreise aufbringen?, fragt sich die CDU/FDP-Gruppe.

„Ein Grundstück im Baugebiet Hasselrode in Schandelah mit 800 Quadratmetern kostet bei 200 Euro pro Quadratmeter jetzt 160.000 Euro. Bei dem ursprünglich vorgeschlagenen Quadratmeterpreis hätte es 132.000 Euro gekostet. Das sind Mehrkosten von 28.000 Euro. Eine Familie mit zwei Kindern erhält 24.000 Euro Baukindergeld, das ist mit der Ratsentscheidung von SPD und Grünen gleich wieder weg. Zusätzlich müssen die Bauherren auch noch den festgeschriebenen KFW 55 Energiestandard finanzieren. Mit dem Versuch den Gemeindehaushalt durch den Verkauf eines Baugebietes zu konsolidieren treiben SPD und Grüne die Baulandkosten in der Gemeinde Cremlingen und in der Region nach oben. Sie verhindern damit, dass sich Normalverdiener hier ansiedeln können“, so der Vorsitzende der CDU/FDP Gruppe Uwe Lagosky.

"Ausschluss von Bauwilligen"


„Ich habe seit der Gemeinderatssitzung mehrere Kontakte mit einigen Schandelaher Bauwilligen gehabt. Viele von denen engagieren sich ehrenamtlich in Vereinen oder der Freiwilligen Feuerwehr und sind Kinder langjähriger Einwohner, die jetzt in Ihrer angestammten Ortschaft bleiben wollen. Leider schließt man mit der Preisgestaltung sicherlich einige Bauwillige von vornherein bei der Grundstücksvergabe aus oder zwingt sie erhebliche finanzielle Anstrengungen zu leisten. Das ist sehr schade und schwächt im Zweifel das ehrenamtliche Engagement, was sicherlich nicht im Sinne der Gemeinde sein kann“, so Tobias Breske, Vorsitzender des CDU-Gemeindeverbandes.

Die CDU/FDP wird weiter darauf drängen, alle zehn Ortschaften weiterzuentwickeln. Denn auch in den kleineren Ortschaften gebe es Bauwillige, die gern in ihrem Heimatort bleiben und dort eine Familie gründen wollen würden. Dies gelte es auch in den kommenden Jahren zu unterstützen.


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