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Fraktionen fordern Feuerwache für die Weststadt



Braunschweig

Fraktionen fordern Feuerwache für die Weststadt

von Anke Donner


Die Fraktionen im Stadtbezirksrat Weststadt möchten, dass der Neubau einer Feuerwache in der Weststadt priorisiert wird. Symbolfoto: Andre Ehlers
Die Fraktionen im Stadtbezirksrat Weststadt möchten, dass der Neubau einer Feuerwache in der Weststadt priorisiert wird. Symbolfoto: Andre Ehlers

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Braunschweig. Die Fraktion im Stadtbezirksrat Weststadt streben eine Feuerwache für die Braunschweiger Weststadt an. Ein entsprechender Antrag soll in der kommenden Stadtbezirksratssitzung am 26. April behandelt werden.



CDU, SPD, BIBS und die Gruppe Grüne/Linke im Stadtbezirksrat begründen ihren Antrag damit, dass dieWeststadt einen höheren Bedarf habe, da der Stadtteil über keine eigene und nicht einmal eine Freiwillige Feuerwehr verfüge. Obwohl hier diemeisten Hochhäuser auf einem relativ kleinen Gebiet stehen, in denen inzwischen über 24.000 Einwohner leben. Bei einem Feuer in solch einem höheren Haus bestehe für viele Menschen Lebensgefahr und es müsse schnell und effektiv gehandelt werden. Laut Feuerwehrbedarfsplan bestehe eine Unterversorgung von Teilen der Weststadt im Rahmen der Hilfsfristen. Die CDU-Fraktion möchte deshalb erwirken, dass die Weststadt aufgrund dieser Besonderheiten beim Neubau einer Feuerwehrwache der Berufsfeuerwehr im Süden, beziehungsweise im Südwesten als Standort favorisiert wird. SPD, BIBS und die Gruppe Grüne/Linke schlagen in ihrem Antrag ebenfalls vor, den Standort für eine neue Wache der Berufsfeuerwehr zur Abdeckung des Bereiches Süd-West nicht am Rande von Rüningen, sondern in der Weststadt selbst festzulegen.Als möglichen Standort könnte hier der von der Bundesanstalt THW und der Johanniter-UnfallHilfe genutzte Bereich geprüft werden. Zudem soll in derWeststadt der Aufbau einer (Freiwilligen) Ortsfeuerwehr angestrebt werden.

Bedarfsplan deckt Schwachstellen auf


Der Rat der Stadt hat in seiner jüngsten Sitzung den Feuerwehrbedarfsplan beschlossen. Grundlage sind die Ergebnisse eines externen Gutachters. Im Kern geht es darum, die allgemeine Einsatzbereitschaft sowie die Anfahrtzeiten im Alarmfall zu verbessern. Im Gutachten werden Einsätze der Braunschweiger Feuerwehr in den Jahren 2010 bis 2014 ausführlich analysiert. Als Maßstab galt dabei das sogenannte Schutzziel der Arbeitsgemeinschaft der Leiter der Berufsfeuerwehren. Dieses fordert, dass in 90 Prozent aller kritischen Brände die Feuerwehr spätestens innerhalb von 9:30 Minuten nach Notrufeingang mit zehn Einsatzkräften vor Ort ist. Die Auswertung hat ergeben, dass die Feuerwehr in Braunschweig dieses Ziel in 64,8 Prozent erreicht hat. Im Bundesvergleich ist da noch Luft nach oben. Besonders die Stadtrandlagen im Norden und im Nordosten (u.a. Wenden, Bienrode, Hondelage), aber auch im Westen (unter anderem Timmerlah, Teile der Weststadt) sind für die Einsatzkräfte nur schwer in der vorgegebenen Zeit anzufahren.

Stadtrat Claus Ruppert erklärt den Feuerwehrbedarfsplan:


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