Commerzbank-Vize kritisiert Unicredit-Plan

Im Übernahmekampf um die Commerzbank weist der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Michael Kotzbauer den Kurs der italienischen Großbank Unicredit zurück. Man lehne Gespräche nicht grundsätzlich ab, sagte Kotzbauer der FAZ. Doch das, was Unicredit nach Monaten vorgelegt habe, sei "ein Plan, der die Bank wie sie heute für ihre Kunden funktioniert, zerlegt und unseren Aktionären dafür keine Prämie zahlt".

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Commerzbank-Tower (Archiv)
Commerzbank-Tower (Archiv) | Foto: via dts Nachrichtenagentur

Frankfurt am Main. Im Übernahmekampf um die Commerzbank weist der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Michael Kotzbauer den Kurs der italienischen Großbank Unicredit zurück.


Man lehne Gespräche nicht grundsätzlich ab, sagte Kotzbauer der FAZ. Doch das, was Unicredit nach Monaten vorgelegt habe, sei "ein Plan, der die Bank wie sie heute für ihre Kunden funktioniert, zerlegt und unseren Aktionären dafür keine Prämie zahlt". Vielmehr müssten Aktionäre "sogar zu einem Abschlag" in Unicredit-Aktien tauschen. Der Commerzbank-Vorstand sei verpflichtet, im Interesse der Aktionäre zu handeln.

Kotzbauer kritisierte zudem die öffentliche Kommunikation der Unicredit als "feindliches Vorgehen" mit irreführenden Darstellungen, die die Commerzbank zurückgewiesen habe. Kundeninteressen würden dabei nicht ausreichend berücksichtigt: "Kunden sind aber Grundlage der Existenz einer Bank", sagte Kotzbauer.

Im operativen Geschäft sieht Kotzbauer die Commerzbank im Firmenkundensegment stabil. "Unser Kreditbuch ist resilient", sagte er mit Blick auf das wirtschaftlich schwierige Umfeld.

Am 8. Mai will die Commerzbank Quartalszahlen und ein Strategie-Update vorlegen. "Mit klaren Zielen bis 2030", so Kotzbauer.