Rühen. Dieser Rettungseinsatz der Malteser Wolfsburg endete am Montagabend kurz nach 17.30 Uhr vorzeitig mit einem Crash in der Ortsmitte von Rühen im Landkreis Gifhorn. Dort kam es zu einer Kollision mit einem Volkswagen Tiguan.
Der Unfall ereignete sich in der Ortsmitte von Rühen in Höhe des Schützenplatzes. Der Rettungswagen der Malteser Wolfsburg war mit Sonderrechten auf dem Weg zu einem Einsatz im Seniorenzentrum Rühen. So berichtet es Michael Gose, Pressesprecher der Kreisfeuerwehr Gifhorn.
Unfall beim Überholen
Demnach wollte der Fahrer des Rettungswagens in der Ortsmitte den ebenfalls in Richtung Parsau fahrenden Tiguan mit Blaulicht und Martinshorn überholen. Dabei kollidierten beide Fahrzeuge allerdings aus noch ungeklärter Ursache und kamen beschädigt mitten auf der Hauptstraße zum Stehen.
Die Leitstelle in Gifhorn löste daraufhin Alarm für gleich drei weitere Rettungstransportwagen sowie für die Feuerwehr Rühen und die Polizei aus. Eins der weiteren Rettungsfahrzeuge übernahm den Einsatz am Seniorenzentrum Rühen, zwei weitere RTW übernahmen die Patientensichtung beim 21-jährigen Tiguan-Fahrer aus dem Landkreis Gifhorn und dem verunfallten Rettungsdienstfahrer aus Wolfsburg.
Die Feuerwehr Rühen war mit drei Fahrzeugen und 14 Einsatzkräften vor Ort und sperrte während der Unfallaufnahme für rund eine halbe Stunde die Ortsdurchfahrt. Die Einsatzstelle wurde umfassend ausgeleuchtet, Trümmerteile von der Fahrbahn geräumt und auf auslaufende Betriebsmittel kontrolliert.
Keine Verletzten
Der RTW wurde beim Unfall an der Front beschädigt und konnte später eigenständig nach Wolfsburg zurückfahren. Der Tiguan war zwar rollfähig, aber im Seitenbereich deutlich verformt, zudem wurden dort die Airbags ausgelöst. Nach Rücksprache mit der Polizei ließ Einsatzleiter Mike Schaffhauser den Tiguan durch die Feuerwehr in eine Parkbox rollen, damit die Hauptstraße schnell wieder für den Verkehr freigegeben werden konnte.
Ein Abschleppunternehmen übernahm den Wagen später und brachte diesen ebenfalls nach Wolfsburg. Den Schaden an beiden Fahrzeugen schätzen die Einsatzkräfte auf mehrere 1000 Euro. Die Fahrer und die RTW-Besatzung hatten aber alle Glück im Unglück: Niemand wurde verletzt.


