Braunschweig. Zündstoff steckt ja ohnehin immer im Niedersachsen-Derby zwischen Eintracht Braunschweig und Hannover 96. Im Duell der beiden Kontrahenten am heutigen Sonntag im Stadion an der Hamburger Straße kam natürlich noch dazu, dass beide Traditionsklubs sich im Tabellenkeller der 2. Fußball-Bundesliga befanden. Umso wichtiger war also der 2:0 (1:0)-Sieg, den die Eintracht am Ende feiern konnte. Damit sprang Eintracht auf den zehnten Tabellenplatz, während Hannover auf Rang 16 abrutschte.
Nachdem die Gäste aus der Landeshauptstadt den ersten Torschuss abgegeben hatten, durften dann aber relativ früh in der Partie zunächst die Braunschweiger jubeln. Nachdem Junior Zé aus gut 16 Metern abgezogen hatte, ließ Hannovers Keeper Leo Weinkauf bei seiner Parade den Ball nach vorne abprallen. Dort stand Max Marie wie ein echter Vollblutstürmer genau richtig. Der Braunschweiger musste nur noch den Fuß hinhalten und den Ball im Gehäuse der Gäste unterbringen. Durch seinen Abstauber stand es nach 17 Minuten 1:0 für die Blau-Gelben.
Eintracht Braunschweig gibt in Durchgang 1 den Ton an
Die Hausherren gaben die ganze erste Halbzeit weiterhin den Ton an. Gefährlich wurde es oftmals, wenn es über Aaron Opoku ging, den die Gäste da nicht in den Griff bekommen konnten. Auch Startelf-Debütant Zé sorgte auf dem rechten Flügel immer wieder für Unruhe. Weiteres Zählbares kam für die Gastgeber aber vor der Pause nicht mehr heraus.
Die Gäste wurden nach der Pause stärker. 96-Kapitän Stefan Teitur Thordarson kam zweimal zu gefährlichen Abschlüssen. Auch mit Standards strapazierten die Landeshauptstädter die Nerven der Eintracht-Fans immer mal wieder. Der große Schock folgte dann in der 64. Minute: Nach einem Zusammenprall musste Eintracht-Torwart Thorben Hoffmann, der zuvor mehrmals stark pariert hatte, verletzt vom Platz. Reserve-Keeper Benjamin Uphoff kam für ihn aufs Feld.
Yann Sturm sorgt für die Entscheidung
Die Unterbrechung, die am Ende auch eine lange Nachspielzeit nach sich zog, brachte die Gäste etwas aus dem Spielfluss. Es blieb aber eine Zitterpartie bis zum Schluss. Die Entscheidung fiel in der Nachspielzeit, als Yan Sturm völlig frei zum Abschluss kam und zum 2:0 traf (90.+2). Ausschreitungen der Gäste-Fans sorgten dann erneut für eine Unterbrechung. Dann folgte der ersehnte Abpfiff und grenzenloser Jubel bei den Eintracht-Fans.

