Königslutter. Die Partei Die Linke ist jetzt erstmals als eigene Fraktion im Rat der Stadt Königslutter am Elm vertreten. Malik Ottens und Jona Plomann hatten die Sitze errungen und jetzt eine Fraktion gegründet, deren Vorsitzender Ottens sein wird.
Die Gründung sei ein "historischer Meilenstein", schreiben die beiden Fraktionsmitglieder in einer Pressemitteilung. "Die zwei errungenen Mandate ermöglichen es uns, unsere kommunalpolitischen Positionen gemeinsam als Fraktion einzubringen und die Rats- und Ausschussarbeit eigenständig zu organisieren."
Erstmals als Fraktion – ein besonderer Moment
Ottens dazu: „Dass DIE LINKE jetzt erstmals eine eigene Fraktion im Stadtrat Königslutter bildet, ist für uns ein besonderer Moment. Wir wollen diese Chance nutzen, um soziale Themen stärker in den Mittelpunkt zu rücken und den Menschen zu zeigen, dass ihre Anliegen im Rathaus Gehör finden.“
Ottens weiter: „Wir sind nicht in den Stadtrat gewählt worden, um fünf Jahre lang nur zuzuschauen. Wir wollen Verantwortung übernehmen, eigene Ideen einbringen und konkrete Verbesserungen für die Menschen in Königslutter erreichen. Zwei Mandate sind für uns kein Grund, kleine Ansprüche zu haben. Wir wollen zeigen, dass man auch als kleine Fraktion viel bewegen kann.“
Das sind die politischen Schwerpunkte der Lutteraner Linken
Die politischen Schwerpunkte der Linken-Fraktion seien: Verbesserung der medizinischen Versorgung, insbesondere für Kinder und Familien, sowie bezahlbarer Wohnraum und soziale Stadtentwicklung, der Erhalt und die Weiterentwicklung der Schulstandorte, die Stärkung der Kinder- und Jugendarbeit, die Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs, insbesondere für Schichtarbeitende, und soziale Gerechtigkeit, Klimaschutz und stärkere Bürgerbeteiligung
Jona Plomann, stellvertretender Fraktionsvorsitzender: „Kommunalpolitik muss bei den Menschen ankommen. Es geht um die ganz
alltäglichen Fragen: Komme ich zuverlässig zur Arbeit? Gibt es ausreichend Angebote für Kinder und Jugendliche? Kann ich mir das
Wohnen hier noch leisten? Genau bei solchen Themen wollen wir ansetzen und gemeinsam mit den Menschen Lösungen entwickeln.“
Ottens ergänzt: „Wir sind offen für gemeinsame Lösungen mit anderen demokratischen Fraktionen. Mit der AfD wird es für uns allerdings keine politischen Bündnisse, Absprachen oder gemeinsamen Initiativen geben. Solidarität, Menschenwürde und der Einsatz gegen Rechtsextremismus sind für uns unverhandelbare Grundsätze.“
Die Vorbereitungen für die konstituierende Ratssitzung sowie die Ausschuss- und Gremienarbeit laufen bereits.

