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Die AfD in der Region: Stimmenverluste bei fast allen Wahlen



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Die AfD in der Region: Stimmenverluste bei fast allen Wahlen

Die Partei verzeichnet Verluste von teilweise 50 Prozent. In Salzgitter wird sie dagegen drittstärkste Kraft.

Symbolbild
Symbolbild Foto: Werner Heise

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Region. Die AfD hat bei den gestrigen Kommunalwahlen an Stimmen verloren und das teilweise drastisch. Wir haben die aktuellen Ergebnisse der Partei zusammengestellt und sie mit denen der letzten Kommunalwahlen verglichen. Bei einigen Wahlen trat die Partei erstmalig an.



Braunschweig: Bei der diesjährigen Stadtratswahl der Löwenstadt erreicht die Partei 4,3 Prozent, während sie bei der letzten Stadtratswahl noch aus dem Stand 8,9 Prozent der Stimmen erzielen konnte, womit sie mehr als die Hälfte der Stimmen verliert. Die AfD trat dieses Jahr erstmalig bei der Oberbürgermeisterwahl an, bei der ihr Kandidat Mirco Hanker ebenfalls 4,3 Prozent der Stimmen erhielt.

Mirco Hanker ist für die AfD bei der Oberbürgermeisterwahl in Braunschweig angetreten.
Mirco Hanker ist für die AfD bei der Oberbürgermeisterwahl in Braunschweig angetreten. Foto: Thomas Stödter




Gifhorn: Bei der Kreistagswahl in Gifhorn fallen die Verluste hingegen nicht so deutlich aus: Waren es 2016 noch 9,0 Prozent, sind es in diesem Jahr 7,5 Prozent der Stimmen, die auf die Alternative für Deutschland fallen. Die relativ junge Partei war bei der letzten Landratswahl nicht vertreten. Zur aktuellen Wahl trat mit Robert Preuß somit erstmalig ein AfD-Kandidat für den Landrat an und erreichte 8,5 Prozent der Stimmen, womit er auf Platz vier hinter dem Grünen-Kandidaten Arne Duncker landet, der 11,8 Prozent der Wähler für sich gewinnen konnte. Bei der Wahl des Gemeinderates der Stadt Gifhorn büßt die Partei nur minimal. Mit 10,45 Prozent der Stimmen bleibt sie viertstärkste Kraft. Zum Vergleich: Bei der letzten Wahl 2016 erzielte sie noch 10,8 Prozent.

Robert Preuß (AfD) trat bei der Landratswahl in Gifhorn an.
Robert Preuß (AfD) trat bei der Landratswahl in Gifhorn an. Foto: Thomas Stödter




Goslar: Bei der Kreistagswahl erzielte die Partei in diesem Jahr 5,6 Prozent und wird damit viertstärkste Kraft hinter den Grünen, die 10,6 Prozent der Stimmen erhielten. Damit tauschen die Parteien im Vergleich zur Kommunalwahl 2016 die Positionen. Damals erreichten die AfD 19.105 (11,1 Prozent) und die Grünen 12.405 (7,2 Prozent) von insgesamt 172.220 gültigen Stimmen. Bei der Landratswahl sowie zur Oberbürgermeisterwahl schickte sie keine Vertreter ins Rennen. Bei der Wahl des Rates der Stadt Goslar 2016 holte die AfD mit 9,28 Prozent der Stimmen und war erstmals mit drei Sitzen vertreten. In diesem Jahr rutschte die Partei auf 4,7 Prozentpunkte ab, verliert einen Sitz und wird hinter der FDP (6,0 Prozent) und den Grünen (8,8 Prozent) nur fünfter.

Helmstedt: In Helmstedt erzielt die AfD 6,8 Prozent bei der Kreistagswahl und verliert hier nur minimal im Vergleich zu 2016, ihrer erstmaligen Teilnahme. Damals erreichte die Partei 8 Prozent der Stimmen. Bei der diesjährigen Wahl zum Landrat liegt der AfD-Kandidat Jozef Rakicky mit 9,6 Prozent der Stimmen weit hinter seinen Konkurrenten von der SPD und der CDU, die beide über 40 Prozent der Stimmen erreichen. Bei der Stadtratswahl erhielt die Partei 7,46 Prozent der Stimmen. 2017 erfolgte aufgrund einer Fusion mit der Nachbargemeinde Büddenstedt eine Stadtratswahl. Bei dieser erhielt die 6,39 Prozent, womit sie damals um 1,05 Prozent schlechter abschnitt als bei der gestrigen Wahl.

Peine: Sowohl bei der Bürgermeister- als auch bei der Landratswahl trat die Partei nicht an. Bei der Kreistagswahl erreichte sie 5,6 Prozent und bei der Stadtratswahl 5,8 Prozent der Stimmen. Auch hier ist der Verlust zwar existent, jedoch vergleichsweise minimal: 2016 erreichte sie bei der Kreistagswahl noch 8,7 Prozent und war damit drittstärkste Kraft. Doch auch in Peine tauschen die Grünen und die AfD die Plätze: Die Grünen erhielten 13,1 Prozent der Stimmen und konnten sich damit um rund 5 Prozent verbessern sowie an der AfD vorbeiziehen. Bei der letzten Stadtratswahl waren die Rechts-Konservativen nicht angetreten.

Salzgitter: Bei ihrer erstmaligen Teilnahme an der Stadtratswahl Salzgitter wird die AfD mit 10,4 Prozent die drittstärkste Kraft. Auch der von der AfD unterstützte Kandidat für die Oberbürgermeisterwahl landet auf dem dritten Rang: Thomas-Peter Disselhoff erreicht hier 8,9 Prozent der Stimmen.

Wolfenbüttel: Sowohl bei der Landratswahl als auch bei der Wahl zum Bürgermeister waren keine AfD-Vertreter beteiligt. Wurde sie 2016 mit 10,78 Prozent der Stimmen noch vierte Kraft im Stadtrat, rutscht sie hier um mehr als die Hälfte auf 5,00 Prozent und auf den sechsten Rang. Im Kreistag ist sie mit 5,8 Prozent der Stimmen vertreten, was im Vergleich zu 2016 ebenfalls einen Verlust um rund 50 Prozent bedeutet. Damals erreichte sie noch 10,6 Prozent und war damit die viertstärkste Kraft.

Wolfsburg: Thomas Schlick erreichte bei der diesjährigen Bürgermeisterwahl in der durch die Automobilindustrie geprägten Stadt 5,3 Prozent der Stimmen, womit er den fünften Rang innehat. Bei der Stadtratswahl erhielt die Alternative für Deutschland 6,9 Prozent und ist damit noch vor der FDP die fünftstärkste Kraft. Sie verliert jedoch 3,6 Prozent-Punkte im Vergleich zu 2016.

Thomas Schlick trat für die AfD bei der Bürgermeisterwahl in Wolfsburg an.
Thomas Schlick trat für die AfD bei der Bürgermeisterwahl in Wolfsburg an. Foto: Thomas Stödter


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