Dieser Geopark bleibt weiterhin einer von Weltrang

Der größte Geopark Deutschlands erhält die Zertifizierung der Vereinten Nationen für vier weitere Jahre.

Blick auf den Brocken: Der Harz ist aber nur ein Teil des UNESCO-Geoparks.
Blick auf den Brocken: Der Harz ist aber nur ein Teil des UNESCO-Geoparks. | Foto: Matthias Kettling

Mehr regionalHeute.de bei Google sehen?

Jetzt als bevorzugte Quelle festlegen

Region. Der Geopark in unserer Region, der größte seiner Art in Europa, bleibt einer von Weltrang. Der Geopark Harz/Braunschweiger Land/ Ostfalen (HBLO) bleibt für weitere vier Jahre Teil des internationalen Netzwerks der UNESCO Global Geoparks. Das verkündet der Harzverband, einer der Verwalter des Geoparks, jetzt in einer Pressemitteilung.



Die internationale Revalidierung im Jahr 2025 endete erneut mit der Vergabe der sogenannten „Grünen Karte“. Damit bestätigt die Organisation der Vereinen Nation die erfolgreiche Arbeit des derzeit größten Geoparks Europas. Die entsprechende Urkunde wurde bereits überreicht.

UNESCO verlängert die Mitgliedschaft des Geoparks


Nach eingehender Prüfung habe der UNESCO-Geopark-Council einstimmig die Verlängerung der Mitgliedschaft beschlossen. In ihrer Bewertung hob die UNESCO insbesondere die fortlaufende Einbindung englischsprachiger Informationen auf Schautafeln, in Broschüren und weiteren Medien hervor. Dies verbessere das Verständnis internationaler Besucher für die Geokulturstätten der Region erheblich. Zugleich gab es für den Geopark noch Empfehlungen zur weiteren Entwicklung. Dazu zählen insbesondere der Ausbau von Bildungs- und Informationsangeboten zu Themen wie Klimawandel, Naturgefahren und nachhaltigem Geotourismus.

Thomas Balcerowski, Landrat und Vorstandsvorsitzender des Harzverbands, würdigte die erneute Auszeichnung als bedeutenden Erfolg für die gesamte Region: „450 Millionen Jahre Erdgeschichte zwischen Harz und Heide bleiben weiterhin Teil des internationalen Netzwerks der UNESCO Global Geoparks. Die erneute Auszeichnung und der Erhalt der Grünen Karte für weitere vier Jahre besitzen nicht nur für die 9.646 Quadratmeter große Region und ihre touristische Entwicklung einen hohen Stellenwert, sondern zeigen zugleich, dass geologisches, kulturelles und natürliches Erbe keine kommunalen oder administrativen Grenzen kennt.“

Der Geopark verbindet laut Balcerowski "auf besondere Weise Erdgeschichte, Natur, Kultur und Bildung. Er macht die Entwicklung unserer Landschaft über Millionen von Jahren erlebbar und erinnert uns an unsere Wurzeln und an das Wissen vergangener Generationen. Mit seinen geologischen Besonderheiten, historischen Orten und vielfältigen Bildungsangeboten stärkt der Geopark gleichzeitig auch die regionale Identität und verbindet Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.“

Der Geopark feierte 2025 zugleich sein zehnjähriges Bestehen als UNESCO Global Geopark. Alle vier Jahre müssen sich die anerkannten Geoparks einer internationalen Qualitätsprüfung unterziehen. Bewertet werden dabei unter anderem Management, Infrastruktur, Bildungsarbeit, Schutzkonzepte sowie die nachhaltige Entwicklung der Region. Für den Geopark HBLO war es bereits die sechste internationale Revalidierung seit der Aufnahme in das Globale Geopark-Netzwerk im Jahr 2005.