Sie sind hier: Region >

Braunschweig: Oberbürgermeister kündigt persönliche Erklärung an



Braunschweig

Erklärung angekündigt: Steht Ulrich Markurth nicht zur Wiederwahl?

Gleich drei potenzielle Nachfolgekandidaten hat die SPD nach Informationen von regionalHeute.de auf ihrer Liste stehen.

von Werner Heise


Oberbürgermeister Ulrich Markurth könnte womöglich nicht erneut zur Wahl antreten.
Oberbürgermeister Ulrich Markurth könnte womöglich nicht erneut zur Wahl antreten. Foto: Alexander Dontscheff

Artikel teilen per:

Braunschweig. Steht Oberbürgermeister Ulrich Markurth (SPD) bei der Kommunalwahl im September 2021 für eine Wiederwahl nicht mehr zur Verfügung? Entsprechende Spekulationen könnten sich bestätigen. Die Stadt Braunschweig kündigt für Montag eine persönliche Erklärung des Oberbürgermeisters an. Einen Tag später dann lädt die SPD zur Vorstellung ihres Personalvorschlags für das Oberbürgermeisteramt.



Update 16.05 Uhr: Braunschweigs Oberbürgermeister Ulrich Markurth steht für keine weitere Amtszeit zur Verfügung.

Lesen Sie auch: Keine Wiederwahl: Oberbürgermeister Ulrich Markurth hört auf




Offiziell wird weder etwas bestätigt, noch dementiert. Aber auch hinter vorgehaltener Hand erfährt man erstaunlich wenig. Ein Akt, der jetzt schon seit Monaten so läuft und am Montag nun endlich ein Ende finden dürfte.

Aus eigentlich gut informierten SPD-Kreisen war zu hören, dass Markurth definitiv nicht noch einmal antreten werde. Er wolle sich aus der Politik zurückziehen und "das Leben genießen." Ulrich Markurth wird in diesem Jahr 65 Jahre alt. Bei einer weiteren Amtsperiode, die in Niedersachsen auf fünf Jahre verkürzt wurde, würde er andernfalls mit 70 Jahren aus dem Amt scheiden. Ein möglicherweise zu hohes Alter für den SPD-Politiker, der seinen Stuhl für jemand jüngeres Räumen könnte.

Diese Kandidaten stehen als Nachfolge-Option im Raum


Gleich drei potenzielle Nachfolgekandidaten hat die SPD nach Informationen von regionalHeute.de auf ihrer Liste stehen. Dazu gehört der niedersächsische Landtagsabgeordnete, Fraktionsvorsitzende im Rat der Stadt sowie seit neustem Präsident von Eintracht Braunschweig, Christoph Bratmann (51). Aber auch Braunschweigs Dezernent für Personal, Digitalisierung, Recht und Ordnung, Stadtrat Dr. Thorsten Kornblum (38), wäre eine Option. Ebenso wie die in der Corona-Pandemie sehr präsente Sozial-, Schul-, Gesundheits- und Jugenddezernentin Dr. Christine Arbogast (55). Sie war vor ihrer Zeit in Braunschweig immerhin Erste Bürgermeisterin in Tübingen und damit ständige Vertreterin des dortigen, auch national bekannten Oberbürgermeisters Boris Palmer.

Dr. Christine Arbogast ist eine heiß gehandelte Option.
Dr. Christine Arbogast ist eine heiß gehandelte Option. Foto: Sandra Zecchino


Gegenkandidat steht fest


Man darf also gespannt sein welche Erklärung Ulrich Markurth am Montagnachmittag und folgend die SPD am Dienstagmittag abgeben wird. Ein Gegenkandidat steht in jedem Fall schon fest. Die CDU hat sich bereits positioniert und schickt den parteilosen 37-jährigen Landwirt Kaspar Haller aus Schickelsheim bei Königslutter am Elm ins Rennen. Dieser erhält auch die Unterstützung der FDP, wie diese erst kürzlich bekannt gab.


zur Startseite