Erlebt die FDP auch in Wolfenbüttel einen zweiten Frühling?

von Thorsten Raedlein




Wolfenbüttel. "Totgesagte leben länger" ist ein häufig zitiertes Sprichwort. Nach dem Wahlergebnis am Sonntag in Hamburg fällt es öfter in Verbindung mit der FDP. Auch in Wolfenbüttel sind die Liberalen derzeit Gesprächsthema. In der jüngsten Ratssitzung wurde so manches Geheimnis gelüftet – wer fast einmal in die FDP eingetreten wäre, wer garantiert nicht und wer es vielleicht vor hat, darüber kann jetzt auch noch spekuliert werden. Sorgt ein bisschen Magenta im Logo für einen zweiten Frühling?

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Dörthe Weddige-Degenhard. Foto: SPD



Im Verlauf der Sitzung outete sich zunächst Dörthe Weddige-Degenhard (SPD), dass sie in jungen Jahren doch tatsächlich mit dem Gedanken gespielt habe, in die FDP einzutreten. In diesem Moment war dem FDP-Ratsherren Rudolf Ordon doch tatsächlich nicht anzusehen, ob er sich darüber freuen sollte oder nicht – allerdings half ihm Weddige-Degenhard umgehend aus diesem Dilemma, indem sie ein "zum Glück habe ich es nicht gemacht" eilig hinterher schob.

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Stefan Brix. Foto: privat



Stefan Brix (GRÜNE) hingegen, schuf im Vorfeld seines nächsten Wortbeitrages gleich Tatsachen. "Ich habe nie überlegt, in die FDP einzutreten." Da war Ordon schon eher die Freude anzusehen.

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Rudolf Ordon. Foto: privat



Für Spekulationen sorgen jetzt aber die PIRATEN im Rat der Stadt, die ja schon mit der FDP eine Gruppe bilden. Insbesondere PIRATEN-Ratsherr Werner Heise soll nach WolfenbüttelHeute.de vorliegenden Informationen darüber nachdenken, zur Kommunalwahl 2016 auf Seiten der FDP ins Rennen zu gehen. Diese Nachricht überraschte dann sogar Rudolf Ordon: "Ich hatte zwar gehört, dass GRÜNE und CDU sich Gedanken machen, was aus den beiden PIRATEN werden wird, die Wechselgedanken von Herrn Heise sind mir allerdings neu." Angesprochen habe er ihn allerdings nicht. "Da müsste er schon den ersten Schritt machen", meint Ordon, "ich würde mich aber freuen, wir arbeiten ja seit Jahren gut zusammen und fassen gemeinsam Beschlüsse, die aus unserer Sicht gut für Wolfenbüttel sind."

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Werner Heise. Foto: Thorsten Raedlein



Heise selbst blieb in der Ratssitzung sitzen und ergriff nicht das Mikro – ist es ihm für sein Coming-out noch zu früh? Auch gegenüber WolfenbüttelHeute.de wollte der Ratsherr nicht mit der Sprache herausrücken: "Von diesen und anderen Gerüchten habe ich auch gehört. Zum derzeitigen Zeitpunkt gibt es aber keinen Anlass, mich über meine politische Zukunft zu äußern."


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