Flughafen Braunschweig wird Teststandort für die Luftfahrt von morgen

Der Flughafen Braunschweig-Wolfsburg bereitet sich auf die Zukunft des elektrischen Fliegens vor.

 Auf der AERO in Friedrichshafen haben Michael Schwarz (Mitte), Geschäftsführer des Flughafens Braunschweig-Wolfsburg, sowie Dr. Stefan Breuning (links) und Marius Wedemeyer (rechts)  von der ALBATROSS-Geschäftsführung die Zusammenarbeit vereinbart.
Auf der AERO in Friedrichshafen haben Michael Schwarz (Mitte), Geschäftsführer des Flughafens Braunschweig-Wolfsburg, sowie Dr. Stefan Breuning (links) und Marius Wedemeyer (rechts) von der ALBATROSS-Geschäftsführung die Zusammenarbeit vereinbart. | Foto: Flughafen BWE

Braunschweig. Der Flughafen Braunschweig-Wolfsburg und der Entwickler für Energie-Infrastrukturkonzepte ALBATROSS haben auf der AERO Friedrichshafen 2026 ihre Zusammenarbeit zur Vorbereitung des Flughafens auf die elektrische und hybrid-elektrische Luftfahrt bekannt gegeben, heißt es in einer Mitteilung der Flughafen Braunschweig-Wolfsburg GmbH.



Der Flughafen Braunschweig-Wolfsburg mit seinem Cluster Forschungsflughafen sei einer der bedeutendsten Standorte der Mobilitätsforschung in Europa. Er ist Kompetenzzentrum für alle Mobilitätsfragen, sowohl für Aviation, Automotive als auch Rail. Eingebettet ist er in eine der forschungs- und innovationsstärksten Regionen Deutschlands. Durch die enge Nähe zur TU Braunschweig und zum Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) verbinde der Standort industrielle Nutzung mit einem ausgeprägten Forschungs- und Erprobungsumfeld für neue Luftfahrttechnologien. Diese Konstellation mache den Flughafen zu einem idealen Referenzstandort für die Entwicklung und Integration elektrisch angetriebener Luftfahrzeuge, heißt es in der Mitteilung weiter.

Starke Partner aus Forschung und Energie


ALBATROSS wird den Flughafen bei der Bewertung und Planung von Energie- und Ladeinfrastruktur unterstützen. Im Fokus stehen Batteriespeichersysteme, landseitige Ladeinfrastruktur für elektrische Nutzfahrzeuge sowie luftseitige Ladeinfrastruktur für künftige elektrische und hybrid-elektrische Flugzeuge. Die Arbeiten erfolgen in enger Abstimmung mit BS | Energy als lokalem Energiepartner. Darüber hinaus sollen Forschungseinrichtungen wie die TU Braunschweig und das DLR bestmöglich eingebunden werden, um den Standort als Innovations- und Erprobungscluster für die Elektrifizierung der Luftfahrt weiterzuentwickeln.

Für Matthias Disterheft, Aufsichtsratsvorsitzender des Flughafen Braunschweig-Wolfsburg, ist die Entwicklung der Infrastruktur ein wichtiger Schritt in die nachhaltige Entwicklung des Airports: „Wir glauben an Angebote eines elektrischen Regionalflugverkehrs in naher Zukunft und wollen vorbereitet sein.“

Braunschweig als Referenzstandort im Fokus


Michael Schwarz, Geschäftsführer des Flughafens Braunschweig-Wolfsburg ergänzt: „Die Elektrifizierung der Luftfahrt ist eine der zentralen Zukunftsfragen unseres Standorts. Mit der Anbindung an die Forschungslandschaft und einem starken lokalen Energiepartner schaffen wir die Voraussetzungen, Braunschweig als Referenzstandort zu positionieren. Die Planung von Lademöglichkeiten für Lastwagen auf der Landseite ist auch mit Blick auf die Nähe zur Autobahnabfahrt ein logischer Schritt.“

„Wir freuen uns, den Flughafen Braunschweig-Wolfsburg mit unserer Expertise bei der Planung von Energie- und Ladeinfrastruktur für die elektrische Luftfahrt zu begleiten. Die Verbindung aus Forschung, Industrie und Luftfahrt am Standort bietet dafür ideale Voraussetzungen," erläutert Dr. Stefan Breunig, Geschäftsführer der ALBATROSS Holding GmbH