Früher war mehr Kanone - BUW und FDP Wolfenbüttel beschweren sich

Sie vermissen die historischen Kanonen vor dem Zeughaus.

So sahen die Kanonen vor dem Zeughaus aus.
So sahen die Kanonen vor dem Zeughaus aus. Foto: Nick Wenkel

Wolfenbüttel. Vor dem Beginn des Umbaus des Schlossplatzes wurden die vor dem Zeughaus befindlichen Kanonen vor das Gebäude der Freiwilligen Feuerwehr an der Dr. Heinrich-Jasper-Straße verlagert, wo sie sich noch heute befinden. Die Gruppe BUW/FDP im Rat der Stadt hat nun beantragt, diese Kanonen wieder an ihren ursprünglichen Platz vor dem Zeughaus aufzustellen. Das geht aus einer Pressemitteilung der Gruppe hervor.


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Die Sprecher der Gruppe Dr. Alexandra Tomerius und Rudolf Ordon betonten, dass eine bauliche Umgestaltung des vor kurzem erst fertiggestellten Schlossplatzes schon aus Kostengründen wenig sinnvoll sei. Man könne dort nicht erst Millionen versenken und wenig später wieder Steuergelder verbauen, wenn durch eine einfache Maßnahme der Platz ansprechender gestaltet werden kann, heißt es in der Mitteilung.

Kanonen verhindern illegales Parken


Die Kanonen würden schon aus historischen Gründen vor das Zeughaus, das zwischen 1613 und 1618 errichtet wurde, gehören. Das gewölbte, dreischiffige Untergeschoss diente zunächst als Arsenal für langrohrige Geschütze, die die Herzöge Julius und Heinrich Julius hatten anfertigen lassen, ehe es 1810 zu einer Kaserne wurde und ab 1815 zunächst wieder der ursprünglichen Funktion entsprechend genutzt wurde.

Mit der Aufstellung der Kanonen wird für Besucher der Stadt schon von weitem die ursprüngliche Funktion des Gebäudes erkennbar und locke zu einem Rundgang durch das Bauwerk. Der Platz erhielte eine historisch begründete und attraktive Gestaltung. Zudem würde dort dadurch das illegale Parken weitgehend unmöglich werden.


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