Gifhorn. Ihre Jahresversammlung mussten die Feuerwehrleute der Feuerwehr Gifhorn jetzt abbrechen. Ein Löscheinsatz im Stadtgebiet ging vor.
Rund eine Stunde lief die Versammlung bereits, als die Freiwillige Feuerwehr Gifhorn am Samstagabend zu einem Brandeinsatz in die Färberstraße im Stadtgebiet Gifhorn alarmiert wurde. Die Versammlung musste daher abgebrochen werden, so berichtete es die Feuerwehr in einer Pressemitteilung.
Keine Verletzten
In einem Reihenmittelhaus war es zu einem Brand im Keller gekommen. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte war bereits eine starke Rauchentwicklung festzustellen, die deutlich aus dem Gebäude nach außen drang. Personen befanden sich zu diesem Zeitpunkt nicht mehr im Gebäude. Die Anwohner hatten sich selbstständig ins Freie begeben und blieben unverletzt.
Unter der Leitung von Einsatzleiter Felix Kahle ging zunächst ein Trupp unter Atemschutz zur Brandbekämpfung in den Keller vor. Parallel dazu versuchte ein weiterer Atemschutztrupp, einen zweiten Zugang zum Keller zu schaffen. Dieser konnte schließlich über ein Kellerfenster realisiert werden.
Durch die starke Hitzeentwicklung wurden Wasserleitungen beschädigt, wodurch der Keller im weiteren Einsatzverlauf mit Wasser volllief. Ein zusätzlicher Trupp unter Atemschutz kam zum Einsatz, um unter anderem mithilfe einer Tauchpumpe das Wasser aus dem Keller zu entfernen.
Da von außen nicht eindeutig feststellbar war, ob der Kellerbereich sowie das dort stehende Wasser möglicherweise unter Spannung standen, wurde vorsorglich ein Kellerspannungsprüfer eingesetzt, um eine elektrische Gefährdung auszuschließen.
In Rücksprache mit dem zuständigen Energieversorger wurden mehrere Gebäude in der Färberstraße kurzfristig spannungsfrei geschaltet. Anschließend die Hauptsicherung des betroffenen Gebäudes gezogen, bevor die umliegenden Häuser wieder mit Strom versorgt wurden.
Nachdem der Keller weitgehend vom Wasser befreit war, räumte ein weiterer Trupp unter Atemschutz das Brandgut aus dem Gebäude. Dieses wurde außerhalb des Hauses vollständig abgelöscht. Zusätzlich kontrollierten die Einsatzkräfte die angrenzenden Wohneinheiten auf eine mögliche Brandausbreitung sowie auf vorhandene Brandlasten.
Insgesamt waren rund 55 Einsatzkräfte der Feuerwehr im Einsatz. Neben mehreren Streifenwagen der Polizei befanden sich auch der Rettungsdienst des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) sowie die Schnelleinsatzgruppe (SEG) an der Einsatzstelle. Nach etwa drei Stunden konnte der Einsatz beendet werden.
Die aufgrund des Einsatzes abgebrochene Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Gifhorn wird zu einem späteren Zeitpunkt zeitnah nachgeholt.

