Vermisstensuche in Gifhorn: 75-Jährige wieder da

Bei der vermissten Person handelte es sich nach Polizeiangaben um eine mutmaßlich orientierungslose 75-jährige Frau.

Symbolbild.
Symbolbild. | Foto: Rudolf Karliczek

Mehr regionalHeute.de bei Google sehen?

Jetzt als bevorzugte Quelle festlegen

Gifhorn. Am gestrigen Sonntag wurde in Gifhorn nach einer vermissten Frau gesucht. Wie die Polizei berichtet, wurden bei der Suche auch Drohnen eingesetzt. Nun konnte die Frau gefunden werden



Bei der vermissten Person handelte es sich nach Polizeiangaben um eine mutmaßlich orientierungslose 75-jährige Frau. Gemeinsam mit der Feuerwehr suchte die Polizei mehrere Stunden den Bereich rund um den Dannenbütteler Weg ab.

Frau wieder da


Wie die Polizei Gifhorn am heutigen Montagmorgen auf Nachfrage von regionalHeute.de mitteilte, konnte die 75-Jährige am Morgen wohlbehalten aufgefunden werden.

Drohne im Einsatz


Mit einer Drohne wurde nach der Frau gesucht.
Mit einer Drohne wurde nach der Frau gesucht. Foto: Roland Vasel/Kreisfeuerwehr Gifhorn


Die Feuerwehr Gfhorn berichtet am Montag ausführlich über den Einsatz. Demnach wurde die Taktische Einheit Drohne (TED) der Feuerwehr des Landkreises Gifhorn am späten Sonntagabend zur Unterstützung der Polizei nach Gifhorn alarmiert, um bei der Suche nach der Frau, die seit etwa 14 Uhr verschwunden war, zu helfen. Eine eigenständige Suche durch Angehörige sowie Bekannte sei zuvor leider erfolglos geblieben.


In enger Abstimmung mit der Polizei wurde das Gebiet zwischen dem Wohnort der Vermissten und ihrem letzten bekannten Aufenthaltsort systematisch abgesucht. Unter der Leitung von Marco Daus, Leiter der TED, erfolgte die Suche in zwei Teams mit jeweils einer Drohne. Die eingesetzten Drohnen verfügen über integrierte Wärmebildkameras, die insbesondere bei Dunkelheit wertvolle Unterstützung leisten. Zusätzlich wurden die Drohnen aufgrund der nächtlichen Bedingungen mit leistungsstarken Scheinwerfern ausgestattet, um entdeckte Wärmequellen per Bildübertragung gezielt aus der Luft überprüfen zu können.

„Mit der Wärmebildtechnik können selbst kleinste Wärmequellen erkannt werden. Während des Einsatzes wurden unter anderem ein Hase auf einer Wiese sowie Enten an der Aller entdeckt, die sich dort zur Nachtruhe befanden“, erläuterte Marco Daus. Unklare Wärmequellen wurden im Anschluss zusätzlich durch Einsatzkräfte am Boden kontrolliert und abgesucht.

Für den Einsatz der Drohne bei Nacht sind die Einsatzkräfte der TED besonders geschult. Drohnenflüge bei Nacht oder schlechten Sichtbedingungen sind grundsätzlich nur eingeschränkt möglich beziehungsweise an besondere Voraussetzungen gebunden. Für behördlich eingesetzte Drohnen der Feuerwehr gelten im Einsatzbetrieb entsprechende Sonderregelungen.

Zwischenfall mit Laserpointer erschwert Einsatz


Während der Suchmaßnahmen kam es zu einem gefährlichen Zwischenfall: Eine der eingesetzten Drohnen wurde mehrfach mit einem starken Laserpointer geblendet. Aus Sicherheitsgründen musste die Drohne daraufhin kontrolliert landen, ohne die Suche fortsetzen zu können.

„Solche Vorfälle sind nicht nur ärgerlich, sondern auch gefährlich. Das Blendlicht kann technische Systeme beeinträchtigen und den sicheren Betrieb der Drohne gefährden. Besonders bei der Suche nach vermissten Personen sind solche Störungen nicht akzeptabel“, betonte Daus.

Mehrere Notrufe wegen Drohnenfluges


Parallel gingen bei der Polizei mehrere Notrufe aus der Bevölkerung ein, da Anwohner die Drohnenflüge bemerkten. Wie ein eingesetzter Polizeibeamter erklärte, sei die Bevölkerung inzwischen sehr sensibilisiert, wenn es um Drohnen im öffentlichen Raum gehe. „Das ist grundsätzlich auch gut so. Auf den ersten Blick lässt sich oft nicht erkennen, ob es sich um eine behördliche Drohne handelt oder um ein unbefugtes Fluggerät“, so der Beamte.

Um Missverständnisse zu vermeiden, informierten die Polizei sowie die Kreispressestelle der Feuerwehr des Landkreises Gifhorn während des Einsatzes über soziale Netzwerke über die laufenden Suchmaßnahmen und den Hintergrund des Drohneneinsatzes.

Suche bis tief in die Nacht


Nach rund fünf Stunden wurde der Drohneneinsatz beendet. Trotz intensiver Suchmaßnahmen konnten zunächst keine weiteren Hinweise auf den Aufenthaltsort der vermissten Person festgestellt werden.

Die Koordination des Einsatzes erfolgte durch Stadtbrandmeister Matthias Küllmer in enger Abstimmung mit der Polizei. „In Absprache mit der Polizei und aufgrund fehlender weiterer Anhaltspunkte wird die Suche nach unseren Maßnahmen eingestellt“, erklärte Küllmer, nachdem das Suchgebiet systematisch und gründlich bis in die tiefe Nacht abgesucht worden war.

Vermisste wieder da


Am Montagmorgen gegen 9 Uhr konnte jedoch Entwarnung gegeben werden. Die vermisste 75-jährige Frau wurde durch Passanten unverletzt auf einer Bank an einem Waldstück aufgefunden. Sie wurde im Anschluss medizinisch betreut.

Die weiteren Ermittlungen zum genauen Ablauf werden durch die Polizei durchgeführt.

Themen zu diesem Artikel


Feuerwehr Feuerwehr Gifhorn Polizei