L289: Kostenschock bei Sanierung der Ortsdurchfahrt Westerbeck

Statt ursprünglich 900.000 Euro sollen jetzt rund 3,1 Millionen fällig werden.

Die Sanierung der Ortsdurchfahrt soll erheblich teurer werden.
Die Sanierung der Ortsdurchfahrt soll erheblich teurer werden. Foto: B.I.G. Sassenburg

Westerbeck. Der Anteil der Gemeinde Sassenburg beim Ausbau der Westerbecker Ortsdurchfahrt im Verlauf der L289 soll von 900.000 Euro auf rund 3,1 Millionen Euro ansteigen. Abzüglich von rund 800.000 Euro Fördermitteln bleiben rund 2,3 Millionen Euro, die die Gemeinde mit dem angespannten Haushalt selbst finanzieren muss. Das berichtet die Bürger-Interessen-Gemeinschaft (B.I.G.) Sassenburg in einer Pressemeldung.



Als Grund dafür werden exorbitante Materialkostensteigerungen, die hohe Inflation und stark gestiegene Lohnkosten genannt. Hinzu kämen hohe Kosten, die zum Teil nicht mehr, wie ursprünglich zugesagt, durch die Straßenbaubehörde übernommen würden. "Es grenzt schon an einen Skandal, dass auch mit Hinblick auf den A39-Ausbau mit einer deutlich höheren Verkehrsbelastung, die Straßenbaubehörde mit so wenig Bürgernähe auftritt. Westerbeck muss Aufstehen! Wir sprechen uns für eine Aktion auf der L289 aus", erklärt Andreas Kautzsch für die B.I.G..

Sondersitzung am Mittwoch


Der Westerbecker Ortsrat werde sich in einer Sondersitzung am kommenden Mittwoch, die sich ausschließlich mit dieser Thematik beschäftigt, endgültig entscheiden müssen, wie es weitergehen soll. Die finale Entscheidung trifft der Gemeinderat in der Sitzung am 15. Dezember. Sehr unglücklich sei, dass die Planungsunterlagen trotz der über einjährigen Planungsphase erst wenige Tage vor der Sitzung bereitgestellt werden, so die B.I.G..

Insbesondere die einstimmig von der Politik gewünschten Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung sollen die Kosten treiben. Allein die beiden Fahrbahnverschwenkungen an den Ortsgrenzen sollen jetzt 850.000 Euro kosten. Beispielsweise sollte die Fahrbahnverschwenkung an der südlichen Ortsgrenze, die jetzt 310.000 Euro kosten soll, ursprünglich zu 100 Prozent von der Straßenbaubehörde übernommen werden.

Problem im Norden


Weiterhin richtig problematisch bleibe es an nördlichen Ortsgrenze. Der finale Entwurf des Planungsbüros soll 535.000 Euro kosten, inklusive 158.000 Euro Ablösekosten vom Land. Noch keine Zusage gebe es für den erforderlichen Erwerb von einer kleinen, aber erforderlichen landwirtschaftlichen Nutzfläche. Alternative Vorschläge seien erst für durchführbar bewertet und dann doch wieder abgelehnt worden, kritisiert die B.I.G..


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