Rötgesbüttel. Ein Pferdeunterstand in Holzbauweise stand am frühen Donnerstagnachmittag in Rötgesbüttel in Vollbrand. Die alarmierten Kräfte der Feuerwehren Rötgesbüttel, Ohnhorst / Gravenhorst, Meine und Adenbüttel verhinderten trotz schwieriger Anfahrtsverhältnisse die Ausbreitung der Flammen auf angrenzende Bäume. Das berichtet die Kreisfeuerwehr Gifhorn in einer Pressemeldung.
Als die Stützpunktfeuerwehr Rötgesbüttel zuerst am gemeldeten Einsatzort eintraf, stellte sich die hinterlegte Alarmadresse als nicht korrekt heraus: Der Pferdeunterstand befand sich rund 100 Meter vom angegebenen Punkt entfernt, direkt auf einer Wiese, ohne reguläre Zufahrt über die Ortsstraße. Die Einsatzkräfte mussten kurzerhand umlenken und schließlich rund 500 Meter über einen Acker fahren, um das brennende Objekt zu erreichen.
Nur mit Allradantrieb
Dass das gelang, verdankten sie der Fahrzeugausstattung: Alle drei wasserführenden Fahrzeuge, die direkt auf dem Acker positioniert werden mussten, verfügen über Allradantrieb. „Die Allradfahrzeuge sind ein notwendiges Einsatzmittel. Hier waren sie die Voraussetzung dafür, dass wir überhaupt so schnell eingreifen konnten", erklärte Einsatzleiter Henrik Hoffmann von der Ortsfeuerwehr Rötgesbüttel.
Bei Eintreffen war die Rauchsäule weithin sichtbar. Der Unterstand brannte bereits in voller Ausdehnung und die tragenden Balken ragten noch aus dem Brandschutt.
Beidseitiger Löschangriff gegen die Uhr
Hoffmanns Priorität galt von der ersten Minute an dem unmittelbar benachbarten Baumbestand. Einzelne Äste hatten bereits Feuer gefangen, die Rinde war teilweise geschwärzt. „Wir haben sofort mit vier Trupps von beiden Seiten angegriffen. Das Ziel war, die seitliche Ausbreitung zu verhindern, bevor das Feuer in den Wald rennt", schilderte Hoffmann. Vier Hohlstrahlrohre brachten das Feuer unter Kontrolle. Alle Trupps arbeiteten aufgrund der Rauchmassen unter schwerem Atemschutz.
Die Wasserversorgung erfolgte zu Beginn aus den Fahrzeugtanks: Zwei Tanklöschfahrzeuge und ein Löschgruppenfahrzeug standen dafür mit insgesamt 6.500 Litern für die Erstmaßnahmen auf dem Acker. Im weiteren Verlauf wurde zusätzlich eine unabhängige Wasserversorgung über eine längere Wegstrecke aufgebaut, um die Nachlöscharbeiten abzusichern.
Trockene Vegetation als Risikofaktor
„Zu Beginn des Frühjahrs ist die Vegetation oftmals noch weitgehend trocken. Flammen können sich auf trockenem Laub und abgestorbenen Ästen sehr schnell ausbreiten", ordnet Tobias Nadjib, Leiter der Kreisfeuerwehr-Pressestelle, den Einsatz ein. „Dass die Kräfte so schnell und zielgenau eingegriffen haben, hat an diesem Nachmittag eine deutlich größere Schadenslage verhindert."
Nach Abschluss des Löschangriffs durchsuchten Trupps unter Atemschutz den Brandbereich systematisch mit der Wärmebildkamera nach verborgenen Glutnestern. Teile der verbrannten Holzkonstruktion wurden niedergerissen, um alle Brandstellen vollständig zu erreichen und abzulöschen.
Brandursache bislang unklar
Alarmiert wurden die Ortsfeuerwehren Rötgesbüttel (Stützpunktfeuerwehr, Einsatzleitung), Meine, Ohnhorst/Gravenhorst sowie Adenbüttel. Die Ortsfeuerwehr Adenbüttel konnte frühzeitig wieder aus dem Einsatz entlassen werden, da die vor Ort eingesetzten Kräfte die Lage beherrschten.
Die Brandursache ist bislang ungeklärt. Die Polizei hat die Ermittlungen zu Brandursache und Schadenshöhe aufgenommen.
