Gifhorn. Im Rahmen des bundesweiten Aktionstages "sicher.mobil.leben" hat die Polizeiinspektion Gifhorn am gestrigen Dienstag umfangreiche Maßnahmen durchgeführt. Über 40 Beamte waren im gesamten Landkreis unterwegs, um vor allem Radfahrer und Nutzer von Mikromobilität wie E-Scootern zu kontrollieren.
Bei den gezielten Kontrollen wurden fast 100 Radfahrer überprüft. Dabei ging es weniger um das Ahnden von Verkehrsverstößen, sondern vielmehr um die Sensibilisierung für sicheres Verhalten im Straßenverkehr. In vielen Gesprächen wurde die Bedeutung von Aufmerksamkeit, vorausschauendem Verhalten und Rücksichtnahme betont, teilt die Polizei in einer Presseinformation mit.
Helmpflicht und E-Scooter im Fokus
Ein besonderer Schwerpunkt lag auf dem Thema Fahrradhelm. Die Polizei appelliert eindringlich, bei jeder Fahrt einen Helm zu tragen, da er im Falle eines Sturzes oder Unfalls schwere Verletzungen verhindern kann. Auch die E-Scooter-Fahrer wurden intensiv kontrolliert. Über 50 Personen wurden überprüft und umfassend über das richtige Verhalten im Straßenverkehr sowie die Nutzung von E-Scootern informiert.
Ältere Radfahrer häufig betroffen
Hintergrund der Aktion ist die aktuelle Verkehrsunfallstatistik 2025, die zeigt, dass besonders Radfahrer über 55 Jahre im Landkreis Gifhorn häufig in Unfälle verwickelt sind. Ein möglicher Grund ist der Trend zu Pedelecs, die höhere Geschwindigkeiten ermöglichen. Daher wird in dieser Altersgruppe das Tragen eines Helms besonders empfohlen. Die Kreisverkehrswacht Gifhorn organisierte zudem eine Präventionsveranstaltung für Senioren, bei der praxisnahes Wissen vermittelt und rechtliche Fragen geklärt wurden.

