Gifhorn. Mitte November letzten Jahres starteten die Sanierungsarbeiten am Sonnenweg. Auf einer Länge von 570 Metern wird die wichtige Ost-West-Verkehrsachse im Bereich zwischen Calberlaher Damm und Jägerstraße komplett erneuert. Wie die Stadt auf ihrer Homepage mitteilt und auf Nachfrage konkretisiert, hat es jedoch bereits Verzögerungen gegeben. Es wird mit einer Verlängerung der nötigen Sperrungen um drei Monate gerechnet.
Der Ausbau des Sonnenwegs erfolgt in drei Bauabschnitten. Aktuell läuft der Ausbau im ersten Bauabschnitt. Dies ist der Bereich zwischen Calberlaher Damm und Benzstraße. "Der Baustart erfolgte am 14. November 2025. Doch kurz vor Weihnachten kamen die Tiefbauarbeiten aufgrund von massiven Krankheitsausfällen in der Baufirma zum Erliegen", berichtet Stadtsprecherin Annette Siemer. Dann sei der Wintereinbruch gekommen und habe die Baustelle bis in den März lahmgelegt.
April 2027 angepeilt
Seit Mitte März seien die Bauarbeiten wieder in vollem Gange. Durch den krankheits- und witterungsbedingten Stillstand der Baustelle verschiebe sich jedoch die ursprünglich für Dezember 2026 geplante Fertigstellung auf April 2027.
Im ersten Bauabschnitt seien inzwischen Versorgungsleitungen für Gas, Wasser, Strom und Glasfaser verlegt und die Anbindung der Leitungen an den Calberlaher Damm hergestellt worden. Sobald die letzten Arbeiten für die Versorgungsleitungen abgeschlossen sind, gehe es mit dem Straßenbau weiter. Dazu gehörten das Setzen des Rahmens, zum Beispiel Borde und Gossen, der Aufbau von Tragschichten und die Pflasterarbeiten.
Die nächsten Abschnitte
Im Anschluss daran wandert die Baustelle weiter und es wird zwischen Benzstraße und Kopernikusstraße gebaut. Danach folgt der dritte und letzte Bauabschnitt von der Kopernikusstraße bis zur Jägerstraße. Der jeweilige Bauabschnitt ist für den Durchgangsverkehr gesperrt.
Zudem nennt die Stadt weitere Details zu den geplanten Arbeiten: Beim Übergang vom Calberlaher Damm in den Sonnenweg erhält der Straßenbelag eine erhöhte Aufpflasterung, um den Übergang von Tempo 50 zu Tempo 30 zu verdeutlichen und die Aufmerksamkeit auf den Radverkehr zu erhöhen, der die Einmündung quert.
Verkehrsberuhigende Maßnahmen
Der beidseitige Gehweg wird 2 Meter breit und barrierefrei ausgeführt. Die Breite der Fahrbahn einschließlich Gossenanlage beträgt 6 Meter, die wechselseitig angelegten Park- und Grünstreifen sind 2 Meter breit. Gehwege und Grünstreifen werden mit Borden begrenzt. Als verkehrsberuhigende Maßnahme wird die Fahrbahn verschwenkt, indem wechselseitig Grün- und Parkflächen angelegt werden.
Die Einmündungsbereiche der Straßen in den Sonnenweg werden verkleinert und in den Verkehrsraum des Sonnenwegs hineingeführt, sodass Verkehrsflächen entsiegelt werden können. Diese Gestaltung soll die Aufmerksamkeit der Verkehrsteilnehmer schärfen und so zur Verkehrsberuhigung beitragen. Die an die Einmündungsbereiche grenzenden Grünflächen sollen diesen Effekt verstärken.
Kein separater Radweg
Es wird keinen separaten Radweg geben. Der Radverkehr soll auch zukünftig auf der Straße stattfinden. Auch nach dem Umbau gilt im Sonnenweg weiterhin Tempo 30 und es bleibt bei der Rechts-vor-Links-Regelung.
Für den Ausbau des Sonnenwegs hatte der Fachbereich Tiefbau ursprünglich zwei Planungsvarianten erarbeitet. Die Politik hat sich für Variante 1 entschieden. Sie wird jetzt umgesetzt. Beide Varianten waren im Wesentlichen gleich, unterschieden sich jedoch in einem entscheidenden Punkt. Variante 2 sah zusätzliche Einengungen der Fahrbahn in Form von Grünstreifen auf einer Länge von jeweils 4 Metern vor. Dazu kommt es nun aber nicht.
Der angesetzte Kostenrahmen für den Straßenbau und die Verlegung der Versorgungsleitungen liegt bei 2,5 Millionen Euro.

