Gifhorn. Die Freiwillige Feuerwehr Gifhorn hatte einen tierischen Einsatz zu bewältigen: Ein Rehbock hatte sich in einem massiven Stahltor eingeklemmt und konnte sich aus eigener Kraft nicht mehr befreien. Da sich zu diesem Zeitpunkt hauptamtliche Mitarbeiter sowie ehrenamtliche Gerätewarte im Feuerwehrhaus befanden, konnte der Einsatz ohne eine zusätzliche Alarmierung weiterer Einsatzkräfte abgearbeitet werden.
Der Rehbock hatte sich laut einer Pressemitteilung der Feuerwehr zwischen den Elementen eines schweren Stahltors eingeklemmt und befand sich in einer misslichen Lage. Um das Tier möglichst schonend und stressarm zu befreien, entschieden sich die Einsatzkräfte für den Einsatz von hydraulischem Rettungsgerät.
Feuerwehr setzt auf Hydraulik
Mittels hydraulischer Technik wurden zwei Elemente des Tores vorsichtig auseinandergebogen. Anschließend konnte das Tier durch die Einsatzkräfte behutsam und mit Muskelkraft aus seiner Zwangslage befreit werden. Der leicht geschwächte Rehbock erholte sich nach der Rettung schnell und lief anschließend selbstständig in den angrenzenden Wald zurück, teilt die Feuerwehr mit.
Tierrettungen gehören regelmäßig zum Einsatzspektrum der Feuerwehr. Dabei reicht die Bandbreite von Haus- und Nutztieren bis hin zu Wildtieren in Notlagen. Gerade bei verletzten oder eingeklemmten Wildtieren ist ein besonnenes und möglichst stressfreies Vorgehen entscheidend, um weitere Verletzungen zu vermeiden und dem Tier eine sichere Rückkehr in seinen Lebensraum zu ermöglichen.
„Auch wenn solche Einsätze auf den ersten Blick ungewöhnlich wirken, gehören Tierrettungen für uns zum Feuerwehralltag dazu. Wichtig ist dabei immer, möglichst ruhig und schonend vorzugehen – sowohl für die Sicherheit des Tieres als auch der Einsatzkräfte“, erklärt Brandmeister vom Dienst Denis Domeier.

