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Ehemaliges Hüttengelände Oker: Das ist geplant



Ehemaliges Hüttengelände Oker: Das ist geplant

Darüber hinaus sorgte ein Antrag der SPD, Grünen und CDU, der eine verkehrsberuhigende Maßnahme an der K35 vorsieht, für Diskussionen.

Symbolfoto.
Symbolfoto. Foto: Anke Donner

Goslar. Knapp zwei Stunden tagte am Donnerstag der Bauausschuss des Landkreises Goslar unter Vorsitz von Dr. Friedhart Knolle. Den meisten Raum nahm dabei die Präsentation geplanter Projekte auf dem ehemaligen Hüttengelände zwischen Oker und Harlingerode ein. Darüber hinaus sorgte ein Antrag der SPD, Grünen und CDU, der eine verkehrsberuhigende Maßnahme an der K35 vorsieht, für Diskussionen, wie aus einer Pressemitteilung des Landkreises hervorgeht.



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Diplomgeologe Uwe Lohmann stellte in seiner Funktion als Geschäftsführer der IVH (Industriepark und Verwertungszentrum Harz GmbH) ausgewählte Projekte der Sanierungs- und Entwicklungsstrategie für das weitläufige und geschichtsträchtige Gelände vor. Mehrfach versicherte er, dass es der IVH wichtig sei, bei allen großen Projekten die Öffentlichkeit rechtzeitig über die geplanten Schritte zu informieren und aufzuklären. So unter anderem beim anstehenden Rückbau der Gebäude der ehemaligen Zinkproduktion. Der Geschäftsführer erläuterte, dass die IVH alles unternehmen werde, um die Staubbelastung so gering wie möglich zu halten. "Ganz ohne Staub wird es aber nicht gehen“, so der Geologe gegenüber den Ausschussmitgliedern.



Das ist auch noch geplant


Neben dem Rückbau alter Gebäudebestände zählen der Bau eine Aufbereitungsanlage für belasteten Straßenaufbruch sowie einer neuen Anlage für die Aufbereitung von Akkuschrott zu den größten Vorhaben. Ferner berichtete Lohmann von der Neugestaltung des Bahnumschlages, wo Synergieeffekte mit umliegenden Wirtschaftsunternehmen realisierbar seien. Er machte indes auch deutlich, dass es sich bei der Entwicklung und Sanierung des ehemaligen Hüttengeländes um ein langwieriges Projekt handele, das viele Jahre in Anspruch nehmen wird.


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Im Anschluss an den Vortrag befasste sich der Ausschuss unter anderem mit der Errichtung von Freiflächenfotovoltaikanlagen, der Einberufung eines Runden Tisches für die Sanierungsfälle "Absitzbecken Bollrich" sowie den Deponien Paradiesgrund und Formsandgrube. Für beide Anträge gab es ein einstimmiges Votum. Einigkeit herrschte auch hinsichtlich der Einleitung des Verfahrens zur Entlassung von Flächen aus dem Landschaftsschutzgebiet "Harz (Landkreis Goslar)" im Bereich des Goslarer Stadtteils Hahnenklee. Dort soll die Ansiedlung eines Nahversorgers vorangetrieben werden.

Diskussion um die K35


Für etwas umfassendere Diskussion sorgte ein Antrag von SPD, Grünen und der CDU-Fraktion. Alle drei Fraktionen setzen sich für eine verkehrsberuhigende und Lärm reduzierende Maßnahme im Verlauf der K35 am Ortsausgang Wolfshagen in Richtung Lautentahl ein. Die Verwaltung hatte in ihrer Stellungnahme darauf hingewiesen, dass es vor einer Entscheidung der Expertise eines Verkehrsgutachters bedarf. Die Politik forderte den raschen Einsatz eines entsprechenden Gutachters, was die Verwaltung zusagte. Die vollständigen Unterlagen zur Sitzung des Bauausschusses gibt es auch online.


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