Seesen. Die Autobahn 7 hat die Feuerwehren Seesen und Rhüden in den vergangenen drei Tagen stark gefordert. Insgesamt fünfmal wurden die ehrenamtlichen Einsatzkräfte zu Einsätzen auf die Bundesautobahn alarmiert – von Verkehrsunfällen über automatische Notrufauslösungen bis hin zur Unterstützung des Rettungsdienstes bei einem medizinischen Notfall. Über die Einsätze berichtet die Feuerwehr Seesen in einer Pressemitteilung.
Am gestrigen Freitagmorgen wurden die Feuerwehren Seesen und Rhüden gemeinsam mit dem Rettungsdienst zu einem gemeldeten schweren Verkehrsunfall zwischen den Anschlussstellen Seesen und Rhüden alarmiert. Ausgelöst wurde die Alarmierung durch die automatische Unfallerkennung eines Mobiltelefons. Trotz umfangreicher Erkundungsmaßnahmen konnten keine Feststellungen gemacht werden. Noch während der Rückfahrt erfolgte eine weitere Alarmierung zu einer vermeintlichen Unfallstelle im Bereich der Rastanlage Harz West. Auch hier hatte ein Mobiltelefon automatisch einen Notruf ausgelöst. Nach intensiver Suche konnte auch an dieser Stelle kein Unfall festgestellt werden.
Am gestrigen Freitagabend wurden die Einsatzkräfte erneut zu einem gemeldeten schweren Verkehrsunfall mit eingeklemmten Personen zwischen den Anschlussstellen Rhüden und Seesen alarmiert. Wieder war die automatische Unfallerkennung eines Smartphones Auslöser des Notrufs. Die gemeldete Unfallstelle konnte trotz intensiver Suche nicht festgestellt werden, sodass auch hier der Einsatz abgebrochen wurde.
Die Feuerwehr weist darauf hin, dass automatische Notrufsysteme in Smartphones und Fahrzeugen einen wichtigen Beitrag zur schnellen Hilfeleistung leisten können. Auch wenn sich Meldungen gelegentlich als Fehlalarm herausstellen, werden diese grundsätzlich ernst genommen und unverzüglich überprüft.
Medizinischer Notfall bei Echte
Kaum war dieser Einsatz beendet, erfolgte bereits die nächste Alarmierung über Funk. Zwischen den Anschlussstellen Seesen und Echte auf Höhe des Kilometers 227 benötigte der Rettungsdienst Unterstützung bei einem medizinischen Notfall. Der Fahrer eines Lastkraftwagens konnte sein Fahrerhaus nicht selbstständig verlassen. Mithilfe der Rettungsplattform des Rüstwagens sowie eines Spineboards und der Schleifkorbtrage wurde der Patient schonend aus dem Fahrerhaus gerettet und anschließend an den Rettungsdienst übergeben. Zur weiteren Behandlung wurde er in eine Klinik in Seesen transportiert.
Arbeitsreiche Tage
Mit insgesamt fünf Einsätzen innerhalb von drei Tagen liegen arbeitsreiche und fordernde Stunden hinter den ehrenamtlichen Einsatzkräften der Feuerwehren Seesen und Rhüden. Bereits am vergangenen Mittwoch musste ein Autobrand auf der A7 bekämpft werden, bevor die Einsatzkräfte am Donnerstag zu einem Verkehrsunfall mit einem überschlagenen Wohnmobil alarmiert wurden.

