Goslar. Zwei Großbrände wüteten diesen Sommer im Gewerbegebiet im Goslarer Stadtteil Baßgeige. Anfang Juli brannte eine Lagerhalle beim Unternehmen KKF – die Rauchwolke war noch aus großer Entfernung zu sehen. Bislang war die Ursache für diesen Brand nicht geklärt. Doch jetzt meldet die Staatsanwaltschaft Braunschweig ein Ermittlungsergebnis. Für den zweiten Großbrand des Sommers, Anfang August, ebenfalls bei einem Zulieferer der Automobilindustrie, stand schon kurz danach die Ursache fest.
Dort hatte ein technischer Defekt zum Brand einer Lagerhalle geführt. Was der Grund für das Feuer vier Wochen zuvor gewesen war, das erklärt jetzt die Staatsanwaltschaft Braunschweig auf Nachfrage von regionalHeute.de. Demnach habe es eine Verkettung von Umständen gegeben, eine ungünstige Anordnung von Gegenständen vor Ort, die zusammen den Brand letztlich ausgelöst hatten.
Holzpaletten, Papiermüll und ein heißes Abgasrohr
"Nach dem Ergebnis der Begutachtung hängt der Brand mit Wartungsarbeiten an einem Dieselaggregat zusammen. Dieses wurde im Rahmen der Wartungsarbeiten angestellt, wodurch es zu einer Aufheizung des Abgasrohres kam. An dieses wiederum waren im Außenbereich des Gebäudes Holzpaletten mit Papier-/Pappmüll angelehnt, die sich dann entzündet haben", teilt Christian Wolters, Oberstaatsanwalt, auf Anfrage von regionalHeute.de mit.
Wer trägt die strafrechtliche Verantwortung?
Wieso diese Holzpaletten mit dem entzündlichen Müll dort standen, das wird weiterhin untersucht. So erklärt die Staatsanwaltschaft, dass die Ermittlungen andauern würden. Dabei gehe es auch um die Frage, wer für die genannten Zustände vor Ort verantwortlich war. Diese Person – und auch das sollen die Ermittlungen aufdecken – könnte auch strafrechtlich für den Großbrand zur Verantwortung gezogen werden.

