Hochwasserschutz: So läuft es mit der Aufweitung der Neile

Das regnerische Wetter zu Beginn des vergangenen Monats hatte für einen Verzug an der Baustelle gesorgt.

Carola Kienscherf, Projektleiterin beim Wasserverband Harz-Heide, erläutert den Fortschritt der Maßnahme.
Carola Kienscherf, Projektleiterin beim Wasserverband Harz-Heide, erläutert den Fortschritt der Maßnahme. | Foto: Landkreis Goslar

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Langelsheim. Zufriedene Gesichter beim Rundgang an der Neile am vergangenen Dienstag in Neuwallmoden. Durch die regnerischen Tage Anfang Mai habe es etwas Verzug an der Baustelle gegeben, doch jetzt liege man wieder gut im Zeitplan, erläutert Projektleiterin Carola Kienscherf vom Wasserverband Harz-Heide.



Landrat Dr. Alexander Saipa und Ingo Henze, Bürgermeister der Stadt Langelsheim machten sich nun vor Ort selbst ein Bild vom Baugeschehen: „Man kann deutlich sehen, dass es gut vorangeht“, freuen sich die Verwaltungsvertreter. Gemeinsam engagieren sie sich für die Umsetzung der Hochwasserschutz-Projekte, die gerade bei Arbeiten in Naturschutzgebieten wie hier an der Neile nicht einfach sind. „Der intensive Dialog zwischen den Behörden, der Verwaltung und auch der Bürgerinitiative trägt sichtbar Früchte, so dass wir den
Hochwasserschutz hier gemeinsam erfolgreich ausgestalten können.“


So geht es weiter


Der ersten Bauabschnitt der Neile-Aufweitung sei bereits geschafft, nun gestalte man die Berme in den Neile-Bereich, der auch von der Straße einsehbar ist. „Man kann sehr schön den umgestalteten Bereich der Berme erkennen. Hier wird es mehr Platz für das Wasser geben“, so Kienscherf. Mit der Umverlegung eines Stromkabels wurde auch ein weiterer wichtiger Meilenstein zur Fertigstellung der Erdarbeiten erreicht. Insgesamt wird auf 296 Metern am östlichen Ufer des Gewässers gearbeitet. Kienscherf dankte im Namen des Wasserverbands Harz-Heide allen Beteiligten, vom Ingenieurbüro über die Baufirmen bis zur Bürgerinitiative für die vertrauensvolle Zusammenarbeit.


Nach der Bermen-Ausgestaltung erfolgt noch die Oberbodenarbeit mit Erosionsmatten und der Aussaat einer Blüh-Rasen-Mischung. Im November schließen Pflanzungsarbeiten für Bäume und Sträucher die Maßnahme ab. Der entnommene Boden wird im Bereitstellungslager für das Rückhaltebecken am Steimker Bach zwischengelagert. Zur Umsetzung dieses Projekts werden derzeit die letzten Fachgutachten zusammengeführt, so dass der Antrag auf Planänderung vor den Sommerferien an den Landkreis versendet werden soll, blickt die Projektleiterin voraus.

Sichtschutz weiter in Abstimmung


Noch in der Abstimmung mit den Fachplanern befindet sich laut Kienscherf die Ausgestaltung des Blendschutzes, der zum Schutz der Fledermäuse eine umzusetzende Maßnahme am Gewässer ist. Sie erwarte jetzt im Sommer die entsprechenden Planungen. Einen weiteren wichtigen Schritt habe man bereits erreicht, verweist Kienscherf: „Wir haben alternative Lichtmittel für die entsprechenden Laternen an der Neile getestet, die weniger Lichteinstrahlung aufs Gewässer werfen als bislang eingesetzte Leuchtköpfe. Hier sind wir bereits in der Bestellung, so dass wir demnächst vier Laternen damit ausrüsten werden. Das wird gemäß der Fledermausfachleute schon einen guten Effekt sichern.“