Landkreis lädt zur Integrationskonferenz ein


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Symbolfoto: Archiv | Foto: Alexander Panknin

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Goslar. Die praktische Umsetzung der Integrations-Leitlinien, die der Landkreis Goslar mit Unterstützung der Robert-Bosch-Stiftung und dem Beratungsunternehmen Ramboll erarbeitet hat, steht im Mittelpunkt der fünften Integrationskonferenz, zu der die Kreisverwaltung am Freitag, 8. November, ins Kreishaus einlädt. Beginn ist um 14 Uhr, berichtet der Landkreis Goslar.


Die Teilnehmenden sind aufgerufen, gemeinsam Handlungsempfehlungen für die Realisierung der Leitlinien zu entwickeln sowie konkrete Projekte und Umsetzungsschritte festzulegen. Die Formulierung der Leitlinien für ein Integrations- und Teilhabekonzept erfolgte im Rahmen des Programms der Robert Bosch Stiftung „Land.Zuhause.Zukunft – Integration und Teilhabe von Neuzuwanderern in ländlichen Räumen gestalten“. Im Juli hat der Kreistag die Leitlinien mit großer Mehrheit verabschiedet.

Die Leitlinien definieren nicht nur wie Institutionen, Organisationen und Menschen im Landkreis Integration verstehen, sondern sie benennen auch Handlungsfelder in denen nun konkrete Projekte und Maßnahmen entwickelt werden sollen. So gilt es unter anderem Projekte oder Handlungsempfehlungen anzustoßen, die sich eignen, bestehende Angebote, Institutionen und Ansprechpersonen im Bereich der Integration von Neuzugewanderten bekannt zu machen.

Viele Dinge schon bestens funktionieren


Britta Weber, Leiterin des Fachdienstes für Allgemeine soziale Hilfen & Migrationsdienste beim Landkreis Goslar, erklärt, dass es bei der nun geplanten Umsetzung der Leitlinien nicht darum geht, das Rad neu zu erfinden, sondern es kann natürlich auch festgestellt werden, dass viele Dinge schon bestens funktionieren. „Die Integration von Neuzugewanderten ist ja keine Aufgabe, mit der wir uns erst seit kurzem beschäftigen. Deshalb haben wir in zahlreichen Bereichen auch schon viele, gut funktionierende Strukturen. Der Spracherwerb beispielsweise wird bei uns im Gros von der Kreisvolkshochschule und den Bildungsträgern organisiert und abgedeckt. Da haben wir eigentlich keinen riesigen Handlungsbedarf und können das Thema in bewährter Routine laufen lassen“, nennt Britta Weber ein Beispiel.

Migrantinnen und Migranten noch besser erreichen


Bei anderen Themen bestünden laut Weber aber sehr wohl noch zahlreiche Möglichkeiten zur Verbesserung: „Wir müssen uns unter anderem Gedanken darübermachen, wie wir Migrantinnen und Migranten noch besser erreichen, um ihnen beispielsweise bei der Bewältigung und Behandlung möglicher Traumata zu helfen.“ Denkbar sind auch Überlegungen zu einer Verbesserung der Mobilität oder Hinweise die darauf abzielen bereits gemachte Fehler künftig zu vermeiden. „Wenn eine Institution oder eine Initiative bereits die Erfahrung gemacht hat, dass ein bestimmtes Angebot oder eine Veranstaltung nicht angenommen werden, dann wäre das Wissen darüber für andere mit Sicherheit hilfreich“, sagt Britta Weber.

Die Teilnahme an der Integrationskonferenz steht neben den geladenen Akteuren auch jeder Interessierten, jedem Interessierten offen. Die Anzahl der Teilnehmenden ist jedoch aufgrund der räumlichen Kapazitäten begrenzt. Anmeldungen nimmt Julia Aktas telefonisch unter der Rufnummer (05321) 76-276 oder per Mail an julia.aktas@landkreis-goslar.de entgegen. Bei ihr gibt es auch noch weiterführende Informationen zu der Veranstaltung und den Integrations-Leitlinien.