Landkreis plant die Einrichtung eines Naturerlebnispfades


 Im Landschaftsschutz- und FFH-Gebiet „Salzgitterscher Höhenzug“ gibt es viele seltene und zum Teil vom Aussterben bedrohte Tier- und Pflanzenarten. Hier zu sehen die Bienen-Ragwurz aus der Familie der Orchideen, die sich vor allem auf Trockenrasen und Magerrasen wohlfühlt. Foto: Rainer Schlicht
Im Landschaftsschutz- und FFH-Gebiet „Salzgitterscher Höhenzug“ gibt es viele seltene und zum Teil vom Aussterben bedrohte Tier- und Pflanzenarten. Hier zu sehen die Bienen-Ragwurz aus der Familie der Orchideen, die sich vor allem auf Trockenrasen und Magerrasen wohlfühlt. Foto: Rainer Schlicht | Foto: Rainer Schlicht

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Goslar. Der Landkreis Goslar plant die Einrichtung eines Naturerlebnispfades im Landschaftsschutz- und FFH-Gebiet „Salzgitterscher Höhenzug“ in der Gemeinde Liebenburg. Der Ausschuss für Bauen und Umwelt hat diesem Vorhaben bereits zugestimmt. Die endgültige Entscheidung über die Umsetzung der Planungen hat der Kreistag in seiner Sitzung am 9. Dezember zu treffen. Dies teilt der Landkreis Goslar in einer Pressemitteilung mit.


Der Naturerlebnispfad Liebenburg solle einen Beitrag zur Naherholung leisten und der Umweltbildung dienen. Ziel sei es insbesondere junge Menschen für die Vielfalt und Einmaligkeit der Natur zu begeistern. Die Kosten für das Vorhaben würden sich auf 100.000 Euro belaufen. 30 Prozent der Summe trage der Landkreis, der Großteil (70 Prozent) solle mit Fördermitteln der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung finanziert werden. Ein entsprechender Förderantrag werde gestellt, sobald der Kreistag grünes Licht gegeben hat.

Der Naturerlebnispfad „Salzgitterscher Höhenzug“ solle den Besuchern unter anderem die vielfältige Tierwelt mit Amphibien, Vögeln und Reptilien sowie Naturlandschaften wie Mittelwald und Kalkhalbtrockenrasen näherbringen. Darüber hinaus sollen Themen wie der Eisenerzbergbau, die Geologie und der Biotopverbund beleuchtet werden.

Beim überwiegenden Teil des Salzgitterschen Höhenzug im Bereich des Landkreises Goslar handele es sich um ein FFH-Gebiet, das naturschutzrechtlich streng geschützt sei. Die untere Naturschutzbehörde (uNB) habe die Aufgabe die zum Teil stark bedrohten Tier- und Pflanzenarten zu erhalten und durch geeignete Maßnahmen zu entwickeln und zu stärken. Als Handlungsgrundlage lässt die Kreisverwaltung aktuell einen Managementplan durch ein Hamburger Fachbüro erarbeiten. Teil dieser Managementpläne seien auch Maßnahmen zur Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung, die mit der Schaffung des Naturerlebnispfades abgedeckt werden sollen. Der Landkreis und seine Partner, die Niedersächsischen Landesforsten, der Nabu (Kreisgruppe Goslar) und die Natur- und Umwelthilfe Goslar e.V. planen - die Zustimmung der Politik und einen positiven Förderbescheid vorausgesetzt – mit den Arbeiten zur Umsetzung des Projektes im Herbst 2020 zu beginnen.