Mehr Sicherheit im Notfall: Defibrillatoren leichter finden – nur wie?

Mit Aufklebern sollen Defibrillatorenstandorte künftig innerhalb von Sekunden gefunden werden können.

Sandy Hammerl (v. re.), Stadt Goslar, Marion Kruse, Fachschwester Anästhesie und Intensivmedizin der Asklepios Kliniken Harz, und Nantke Janssen vom MachMitHaus präsentieren den Aufkleber mit QR-Code.
Sandy Hammerl (v. re.), Stadt Goslar, Marion Kruse, Fachschwester Anästhesie und Intensivmedizin der Asklepios Kliniken Harz, und Nantke Janssen vom MachMitHaus präsentieren den Aufkleber mit QR-Code. | Foto: Stadt Goslar

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Goslar. Im Notfall zählt jede Sekunde. Bei einem plötzlichen Herzstillstand kann ein Defibrillator – ein sogenannter AED – entscheidende Hilfe leisten, bis professionelle Rettungskräfte eintreffen. Doch dafür muss ein Gerät im Ernstfall nicht nur vorhanden, sondern auch schnell zu finden sein. Seit dem Frühjahr dieses Jahres bietet das stadtweite Defibrillatoren-Kataster einen schnellen Überblick über öffentlich zugängliche AED-Geräte. Nun soll ein weiterer Schritt dazu beitragen, die Geräte im Notfall noch schneller auffindbar zu machen: Aufkleber mit einem QR-Code sollen künftig auf den nächsten Defibrillator hinweisen, wie die Stadt Goslar in einer Pressemitteilung berichtet.



Die Idee ist einfach: Wer den QR-Code auf einem Aufkleber mit dem Smartphone scannt und seinen Standort freigibt, erhält direkt den Stadtplan mit den nächstgelegenen Defibrillatoren und Informationen zur Verfügbarkeit sowie der Entfernung vom Notfallort. So kann wertvolle Zeit gewonnen werden.

Die Stadt Goslar, die Asklepios Harzklinik Goslar und der Kommunale Präventionsrat (KPR) der Stadt Goslar bitten deshalb Geschäftsinhaber, Gastronominnen und Gastronomen, Unternehmen, Vereine, Institutionen und alle anderen, die einen Aufkleber gut sichtbar anbringen können, um Unterstützung. „Wir gehen dafür gerade Klinken putzen“, sagt Stefan Kruse von der Asklepios Harzklinik Goslar. Der gemeinsame Appell der Kooperationspartnerinnen: Bitte bringen Sie einen Aufkleber sichtbar an – und helfen Sie so mit, Leben zu retten.“

Aufkleber werden in der Stadt angebracht


Die Stadt Goslar geht in den nächsten Tagen nach eigenen Angaben mit gutem Beispiel voran und bringt die Aufkleber an ihren verschiedenen Standorten an. Den Auftakt machte jetzt das städtische MachMit!Haus. Wer an der Aufkleber-Aktion teilnehmen möchte, ist herzlich eingeladen, sich bei Stefan Kruse per E-Mail unter s.kruse@asklepios.com zu melden. Jeder sichtbare Aufkleber kann im Ernstfall den entscheidenden Unterschied machen. Deshalb kommt es auf die Gemeinschaft an: Je mehr Orte mitmachen, desto leichter lässt sich im Notfall ein Defibrillator finden. „Jede Minute zählt“, betont auch Sandy Hammerl, zuständig für den Bevölkerungsschutz bei der Stadt Goslar und Geschäftsführerin des Kommunalen Präventionsrats. „Bereits mit dem Kataster schaffen wir Transparenz und ermöglichen es den Menschen in Goslar, im Notfall schnell zu handeln und Leben zu retten.“

Vorreiterrolle der Stadt


Mit der bereits erfolgten Einführung eines AED-Katasters habe die Stadt Goslar eine Vorreiterrolle übernommen – die bundesweit verpflichtende Einführung folgt erst noch. Für Rückfragen und Anregungen steht Sandy Hammerl unter 05321/704-321 sowie per E-Mail an sandy.hammerl@goslar.de zur Verfügung. Defibrillatoren können auch von medizinischen Laien sicher bedient werden und leisten wichtige Hilfe, bis der Rettungsdienst eintrifft.