Nach Altlastensanierung: Stadt übergibt Gelände am Kattenberg

Dies berichtet die Stadt Goslar.

Investoren, ehemalige und neue Besitzer freuen sich auf die Entwicklung am Kattenberg (von rechts): Mathias Brand, Anke Tessner-Schreyeck, Dr. Oliver Junk, Dirk Junicke, Hans-Christian Biallas, Dr. Matthias Nagel und Dirk Becker.
Investoren, ehemalige und neue Besitzer freuen sich auf die Entwicklung am Kattenberg (von rechts): Mathias Brand, Anke Tessner-Schreyeck, Dr. Oliver Junk, Dirk Junicke, Hans-Christian Biallas, Dr. Matthias Nagel und Dirk Becker. | Foto: Stadt Goslar

Goslar. Die Altlastensanierung auf dem Grundstück Kattenberg ist abgeschlossen. Am Donnerstag übergab die Stadt, vertreten von Oberbürgermeister Dr. Oliver Junk, Dirk Becker, Fachbereichsleiter Finanzen und Wirtschaft, und Fachdienstleiter Tiefbau, Mathias Brand, das Grundstück offiziell seinem neuen Eigentümer: der Klosterkammer Hannover. Als Vertreter waren Klosterkammer-Präsident Hans-Christian Biallas und Dr. Matthias Nagel, Abteilungsleiter Liegenschaften, zum Baugrundstück gekommen. Dies berichtet die Stadt Goslar.


"Ich bin glücklich, dass wir uns 2013 auf den Weg gemacht haben, das Areal zu entwickeln“, sagte Dr. Oliver Junk. Die Stadt habe schon weit früher den Wert des Grundstücks erkannt, „aber es fehlte die Kraft, das voranzubringen“. Durch die Entwicklung am Fliegerhorst habe man dann gemerkt, dass Wohnungsbau in Goslar ein attraktives Thema sei. Mit der Entwicklung sei es geglückt, aus einem kontaminierten Grundstück eine attraktive Fläche für die Stadtentwicklung zu schaffen, so Junk. Wenngleich das Problem mit den Altlasten, die die Stadtverwaltung nicht in diesem Ausmaß erwartet hatte, im Laufe der Jahre für reichlich graue Haare gesorgt habe.

"Grundstück muss altlastenfrei übergeben werden"


"Ich habe noch nie ein Grundstück gekauft ohne die Bedingung, dass es altlastenfrei übergeben wird, betonte Hans-Christian Biallas. Jedem Investor sei das Risiko ansonsten zu groß. „Ich kenne fast keine Altlastensanierung in Niedersachsen, die im Kostenrahmen geblieben ist.“ Deshalb habe ihn erstaunt, dass das Thema im Rat der Stadt so kontrovers diskutiert wurde. Biallas erläuterte die Strategie der Klosterkammer: „Wir investieren viel, von dem, was wir einnehmen, dort, wo wir es einnehmen.“ Den Anfang habe man in Goslar mit dem Fliegerhorst gemacht. „Das hat sich als außerordentlich erfolgreich herausgestellt.“ Und so nahm die Klosterkammer Hannover folgerichtig auch am Investorenwettbewerb für das Kattenberggelände teil.

"Gute Netzwerkarbeit"


Nachdem sich die Altlastensanierung länger hingezogen hatte als ursprünglich geplant, brauchte es neue Investoren, die die 12.700 Quadratmeter große Fläche entwickeln. Auch dank der überaus guten Netzwerkarbeit des obersten Wirtschaftsförderers Dirk Becker, wie der Oberbürgermeister unterstrich, konnten zwei regionale Investoren gefunden werden. Die Familien Tessner und Junicke wollen das Areal gemeinsam entwickeln. „Das ist ein herausragendes Grundstück, eines der besten Grundstücke, die in Goslar noch zu bebauen sind“, erklärte Dirk Junicke. Im Frühjahr wolle man mit dem ersten Bauabschnitt beginnen. Mehr als 50 Wohnungen sollen dann in den darauffolgenden eineinhalb Jahren entstehen. Insgesamt sind gut 100 Wohnungen geplant. „Wir haben uns schon im ersten Anlauf in das Grundstück verliebt und sind jetzt glücklich, dass wir es zusammen mit der Familie Junicke gestalten können“, sagte Anke Tessner-Schreyeck.

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