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Goslar: Schulprojekt trägt Früchte - Gedenktafel für Weltkriegsgefangene eingeweiht



Schulprojekt trägt Früchte - Gedenktafel für Weltkriegsgefangene eingeweiht

Schüler der Haupt- und Realschule Clausthal-Zellerfeld hatten die Inhalte zu der Gedenktafel erarbeitet.

Die Schülerinnen und Schüler der zehnten Klasse der Haupt- und Realschule Clausthal-Zellerfeld haben die Inhalte der Geschichts- und Erinnerungstafel während eines Schulprojekts erarbeitet. Gemeinsam mit Landrat Dr. Alexander Saipa (Mitte rechts), Lars Schmidt von den Harzwasserwerken (Mitte links), Dr. Rainer Bendick (Bildungsreferent des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge, Bezirksverband Braunschweig, 3. von rechts), Bürgermeisterin Petra Emmerich-Kopatsch (2. von rechts) und Walter-Johannes Herrman (Vorsitzender des Bezirksverbandes Braunschweig, rechts) wurde die Tafel jetzt eingeweiht
Die Schülerinnen und Schüler der zehnten Klasse der Haupt- und Realschule Clausthal-Zellerfeld haben die Inhalte der Geschichts- und Erinnerungstafel während eines Schulprojekts erarbeitet. Gemeinsam mit Landrat Dr. Alexander Saipa (Mitte rechts), Lars Schmidt von den Harzwasserwerken (Mitte links), Dr. Rainer Bendick (Bildungsreferent des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge, Bezirksverband Braunschweig, 3. von rechts), Bürgermeisterin Petra Emmerich-Kopatsch (2. von rechts) und Walter-Johannes Herrman (Vorsitzender des Bezirksverbandes Braunschweig, rechts) wurde die Tafel jetzt eingeweiht Foto: Landkreis Goslar

Goslar. Mehr als 20 Millionen Menschen wurden während der Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland und in besetzten Gebieten der Zwangsarbeit unterworfen. Auch im Landkreis Goslar wurden in dieser Zeit Gefangene zur Arbeit gezwungen, beispielsweise bei der Entstehung der Okertalsperre. Eine neue Geschichts- und Erinnerungstafel des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. informiert die Besucher vor Ort über das Schicksal der sowjetischen Zwangsarbeiter, die beim Bau der Talsperre eingesetzt wurden. Das geht aus einer Pressemitteilung des Landkreises hervor.



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Die Inhalte dafür wurden von Schülern der Haupt- und Realschule Clausthal-Zellerfeld innerhalb eines Projekts erarbeitet. Am Donnerstag weihte Landrat Dr. Alexander Saipa, gleichzeitig Vorsitzender des Kreisverbandes der Kriegsgräberfürsorge, die Tafel gemeinsam mit Petra Emmerich-Kopatsch (Bürgermeisterin der Berg- und Universitätsstadt Clausthal-Zellerfeld), Walter-Johannes Herrmann (Vorsitzender des Bezirksverbandes Braunschweig), Dr. Rainer Bendick (Bildungsreferent des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge, Bezirksverband Braunschweig), Lars Schmidt (Kaufmännischer Geschäftsführer der Harzwasserwerke), Oliver Bollmann (Leiter der Haupt- und Realschule Clausthal) und den Schülern ein.



"Jeder Krieg bringt unaussprechliches Leid mit sich"


Im Rahmen dieser Einweihung wurde der Fokus auch auf den russischen Angriffskrieg in der Ukraine gelenkt: Die aktuelle Situation zeige, dass die Schrecken, die Kriege mit sich bringen, nicht der Vergangenheit angehören, betonten die Anwesenden. Zudem mache sie deutlich, warum diese Konsequenzen niemals in Vergessenheit geraten dürfen. "Jeder Krieg bringt unaussprechliches Leid mit sich – egal, ob vor 80 Jahren oder heute. Auch, wenn es andere Konfliktpartner und Hintergründe sind", sagte Landrat Dr. Alexander Saipa. "Und Geschichte lebt nur, wenn man sie erzählt. Mit eurer Arbeit an dieser Tafel leistet ihr einen Beitrag dazu, das Bewusstsein für die schrecklichen Folgen des Krieges aufrechtzuerhalten", lobte er das Engagement der Jugendlichen.

Hinweise und Anregungen erhielten die Schüler während des Projekts auch vom Verein Spurensuche Harzregion, die Harzwasserwerke übernahmen die Finanzierung und technische Realisierung der Tafel. Es ist bereits die dritte Geschichts- und Erinnerungstafel, die durch eine Kooperation der Haupt- und Realschule Clausthal-Zellerfeld mit dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. entstand, weitere Projekte dieser Art sollen folgen.


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