Goslar. Die Polizeiinspektion Goslar hat ihre Verkehrsunfallstatistik für das Jahr 2025 veröffentlicht. Besonders eine Gruppe von Verkehrsteilnehmern war von tödlichen Unfällen betroffen.
Die Verkehrsunfallstatistik für das Jahr 2025 weist eine Gesamtzahl von 3506 polizeilich aufgenommene Verkehrsunfälle auf und ist im Vergleich zum Vorjahr (3485) leicht gestiegen. Dabei wurden 3112 Unfälle oder 0,6 Prozent mehr im qualifizierten Verfahren als im Jahr 2024 aufgenommen. Die Anzahl der Unfallaufnahmen im vereinfachten Verfahren (VEV) war dabei mit insgesamt 394 Unfallaufnahmen auf dem Niveau des Vorjahres. Die Anzahl der Wildunfälle erhöhte sich um 7,3 Prozent von 457 auf 490 im Jahr 2025.
Mehr Schwerverletzte
Waren im Jahr 2024 insgesamt zehn Unfalltote auf den Straßen im Landkreis Goslar zu beklagen, sank die Zahl im Jahr 2025 auf sieben Personen, die bei einem Unfallgeschehen zu Tode gekommen sind. Während die Zahl der getöteten Personen gesunken ist, stieg die Anzahl der durch Verkehrsunfälle Schwerverletzten an. Wurden im Jahr 2024 insgesamt 109 Personen schwer verletzt, stieg diese Zahl im Berichtsjahr um 7,3 Prozent auf nunmehr 117 Personen an. Als schwer verletzt gilt, wer infolge des Unfallgeschehens für mindestens 24 Stunden stationär in einem Krankenhaus aufgenommen wird. Die Zahl der Leichtverletzten sank hingegen um 7,6 Prozent von 501 Personen im Vorjahr auf 462 Personen im Jahr 2025.
Eine Gruppe besonders betroffen
Die Gesamtzahl der Verkehrsunfälle mit schweren Folgen (Unfälle mit tödlichen oder schweren Verletzungen) ist im Vergleich nahezu gleichbleibend. In der Entwicklung stieg diese Zahl von 108 Unfällen im Jahr 2024 auf 109 Unfälle (plus 0,9 Prozent) lediglich gering an. Dass unter den im Jahr 2025 insgesamt sieben tödlich Verunglückten alleine fünf Motorradfahrer waren, zeigt laut Polizei deutlich, dass neben der präventiven Verkehrssicherheitsarbeit die Intensivierung der polizeilichen Kontrollen unerlässlich ist. Am vergangenen Mittwoch ereignete sich zum Saisonstart bereits der erste Verkehrsunfall mit Motorradbeteiligung im Okertal, bei dem sich der Fahrer sowie seine Sozia schwere Verletzungen zuzogen. regionalHeute.de berichtete.
Polizei kündigt weitere Kontrollen an
Im Rahmen der Verkehrssicherheitsinitiative "Sicher durch den Harz", in der die Polizeiinspektion Goslar jetzt für 2026 den Staffelstab aus Sachsen-Anhalt erhielt, werden neben Großkontrollen an den Wochenenden auch anlassbezogene Kontrollaktionen im täglichen Dienst stattfinden. Dabei werden auch neue Mess- und Videotechniken zum Einsatz kommen, um illegale Rennen gerichtsfest zu dokumentieren. Den Beteiligten an solchen illegalen Straßenrennen drohen dann nicht nur Strafverfahren mit empfindlichen Strafen, sondern auch der Verlust der Fahrerlaubnis sowie die Beschlagnahme ihrer Kraftfahrzeuge. Überhöhte Geschwindigkeit ist seit vielen Jahren die Hauptunfallursache auf den Straßen im Landkreis Goslar.

