Salzgitter. Gleich zwei schwere Verkehrsunfälle innerhalb kurzer Zeit haben am Samstagmittag auf der A39 in Fahrtrichtung Braunschweig einen Großeinsatz von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei ausgelöst. Mehrere Menschen wurden verletzt, die Autobahn musste zeitweise voll gesperrt werden. Die Folge waren erhebliche Verkehrsbehinderungen und lange Staus.
Der erste Unfall ereignete sich gegen 13.48 Uhr kurz vor der Anschlussstelle Salzgitter-Thiede. Die Leitstelle war zunächst von einer eingeklemmten Person ausgegangen. Wie Einsatzleiter Dennis Mühlke von der Berufsfeuerwehr Salzgitter mitteilte, bestätigte sich diese Meldung vor Ort jedoch nicht.
Fahrzeug überschlug sich
Ein Fahrzeug war aus bislang ungeklärter Ursache auf dem Dach zum Liegen gekommen. Die verletzte Person befand sich beim Eintreffen der Einsatzkräfte bereits außerhalb des Fahrzeugs und war nicht eingeklemmt. Feuerwehr und Rettungsdienst übernahmen die medizinische Erstversorgung, sicherten die Unfallstelle ab und beseitigten Trümmerteile von der Fahrbahn.
Im Einsatz waren beide Wachen der Berufsfeuerwehr Salzgitter, der Rettungsdienst sowie die Freiwillige Feuerwehr Salzgitter-Thiede.
Zweiter schwerer Unfall kurz darauf
Nur wenig später, gegen 14.51 Uhr, wurde ein weiterer schwerer Verkehrsunfall auf derselben Richtungsfahrbahn gemeldet. Der Unfall ereignete sich im Bereich der Raststätte Salzgitter-Hüttenblick. Auch hier lautete die erste Meldung, dass eine Person eingeklemmt sei. Nach Angaben von Einsatzleiter Dennis Mühlke stellte sich die Lage vor Ort jedoch anders dar: Ein Lastwagen war auf ein vorausfahrendes Fahrzeug aufgefahren. Durch die Wucht des Aufpralls wurde ein weiterer Wagen in den Unfall verwickelt.
Mehrere Verletzte
Der Fahrer des mittleren Fahrzeugs erlitt schwere Verletzungen. Zwar war er nicht eingeklemmt, musste jedoch von der Feuerwehr aus dem Fahrzeug befreit werden.
Im vorderen Fahrzeug saßen insgesamt drei Personen, darunter ein Kind. Sie wurden bei dem Unfall verletzt und nach der Erstversorgung mit dem Rettungswagen in Krankenhäuser gebracht. Zur Unterstützung der Rettungsmaßnahmen wurde zudem der Rettungshubschrauber „Christoph 30“ aus Wolfenbüttel angefordert.
Fahrzeuge stark beschädigt
Sowohl die beteiligten Fahrzeuge als auch der Lastwagen wurden bei dem Zusammenstoß erheblich beschädigt. Alle Fahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit und mussten von Abschleppunternehmen geborgen werden.
An dem Einsatz beteiligt waren beide Wachen der Berufsfeuerwehr Salzgitter, der Rettungsdienst, der Rettungshubschrauber Christoph 30 sowie die Freiwillige Feuerwehr Salzgitter-Lebenstedt. Positiv bewertete Einsatzleiter Dennis Mühlke das Verhalten der Verkehrsteilnehmer. „Die Rettungsgasse hat bei beiden Verkehrsunfällen sehr gut funktioniert“, sagte er.
Lange Staus
Während der umfangreichen Rettungs-, Bergungs- und Unfallaufnahmearbeiten kam es auf der A39 in Fahrtrichtung Braunschweig zu erheblichen Verkehrsbehinderungen. Die Polizei empfiehlt ortskundigen Autofahrern, den Bereich weiträumig zu umfahren und bereits ab der Anschlussstelle Salzgitter-Lebenstedt Nord auf alternative Routen auszuweichen. Die Unfallaufnahme dauert derzeit noch an.



