Zum 200. Geburtstag: Spurensuche auf dem Goslarer Friedhof

Ein Symposium widmet sich der Geschichte und kulturhistorischen Bedeutung dieses besonderen Ortes.

Die Friedhofskapelle auf dem Goslarer Friedhof. Archivbild
Die Friedhofskapelle auf dem Goslarer Friedhof. Archivbild | Foto: regionalHeute.de

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Goslar. Seit 200 Jahren ist der Friedhof an der Hildesheimer Straße in Goslar ein Ort des Erinnerns, des Abschieds und der Begegnung. Am 18. und 19. September widmet sich das Symposium „200 Jahre Friedhof Hildesheimer Straße“ der Geschichte und kulturhistorischen Bedeutung dieses besonderen Ortes. Darauf weist die Stadt Goslar in einer Pressemitteilung hin.



In Vorträgen, Gesprächen und Führungen wird der Friedhof im Kontext der Bestattungs- und Erinnerungskultur vom 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart betrachtet. Das Programm am Freitag, 18. September, beginnt mit einem Blick auf die Bestattungskultur in Goslar vor der Einrichtung des Friedhofs an der Hildesheimer Straße. Anschließend stellt die Arbeitsgemeinschaft Friedhof und Denkmal des Museums für
Sepulkralkultur in Kassel ihre Arbeit vor.


„Die Abschaffung des Todes“


Am Abend präsentiert die Autorin Carolin Kosuch ihr Buch „Die Abschaffung des Todes“. Am Samstag, 19. September, stehen weitere historische und kulturgeschichtliche Aspekte im Mittelpunkt. Die Vorträge beschäftigen sich unter anderem mit dem Friedhof in der NS-Zeit und greifen mit der Angst vor dem Scheintod ein außergewöhnliches Phänomen des 19. Jahrhunderts auf. Die Veranstaltungen finden an beiden Tagen jeweils im Kulturmarktplatz (KUMA), Am Museumsufer 2 in Goslar, statt.


Den Abschluss bilden am Samstag thematische Führungen, bei denen die Geschichte des Friedhofs unmittelbar vor Ort erlebbar wird. Parallel dazu stehen im Lesesaal des Stadtarchivs am Freitag aktuelle Perspektiven auf Tod und Trauer im Mittelpunkt. Dienstleister und Vereine geben Einblicke in ihre Arbeit und informieren über heutige Formen des Umgangs mit Tod, Abschied und Erinnerung. Das Stadtarchiv zeigt zudem, anhand welcher Quellen die Geschichte des Friedhofs erforscht werden kann.

Spiegel gesellschaftlicher Entwicklungen


„Der Friedhof ist nicht nur ein Erinnerungsort, sondern auch ein Spiegel gesellschaftlicher Entwicklungen. Unsere Tagung verbindet historische Forschung mit heutigen Fragestellungen und lädt zum gemeinsamen Austausch ein“, sagt Dr. Sandra Funck, Leiterin des Stadtarchivs.

Die Veranstaltungen sind kostenfrei, Anmeldungen sind nicht erforderlich. Weitere Informationen zum Programm gibt es in den ausliegenden Veranstaltungsflyern, auf Instagram und auf der Internetseite des Stadtarchivs.