Matthias Reim sorgt für stimmungsvollen Abschluss des Yellow Jockey

Das Yellow Jockey auf der Galopprennbahn ist am Sonntagabend mit dem Auftritt von Matthias Reim zu Ende gegangen. Der Sänger bildete den Abschluss eines abwechslungsreichen Konzertwochenendes.

von Stefan Stümpel


Matthias Reim begeisterte am Sonntag auf der Rennbahn in Bad Harzburg.
Matthias Reim begeisterte am Sonntag auf der Rennbahn in Bad Harzburg. | Foto: @fotobully

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Bad Harzburg. Große Hits, Pyrotechnik und ein sehr persönlicher Matthias Reim: Beim Yellow Jockey auf der Galopprennbahn wurde es am Sonntagabend nicht nur laut, sondern auch nachdenklich. Zwischen seinen Liedern blickte der Sänger auf seine Karriere, schwierige Lebensphasen, Liebe und Scheitern zurück – und sprach darüber, warum man trotz aller Rückschläge nie aufhören sollte zu träumen.



Bevor Reim die Bühne übernahm, stand mit Lea Schauzu eine Künstlerin aus der Region im Mittelpunkt. Die Goslarerin absolvierte ihren ersten großen Support-Auftritt ausgerechnet in ihrer Heimat. Ihre Familie war dabei und unterstützte sie bei diesem besonderen Heimspiel.

Zwischen Erfolgen und schwierigen Jahren


Matthias Reim begeisterte am Sonntag auf der Rennbahn in Bad Harzburg.
Matthias Reim begeisterte am Sonntag auf der Rennbahn in Bad Harzburg. Foto: @fotobully



Matthias Reim begeisterte am Sonntag auf der Rennbahn in Bad Harzburg.
Matthias Reim begeisterte am Sonntag auf der Rennbahn in Bad Harzburg. Foto: @fotobully


Mit Matthias Reim wurde aus dem Heimspiel eine große Open-Air-Show. Der 68-Jährige erinnerte an die Höhen und Tiefen seiner Karriere. Ende der 1990er-Jahre habe sich der musikalische Zeitgeist verändert, seine „Bravo-Generation“ sei plötzlich weniger gefragt gewesen. Erst Jahre später habe sich für ihn mit einem neuen Hit das Gefühl eines Comebacks eingestellt.

Matthias Reim begeisterte am Sonntag auf der Rennbahn in Bad Harzburg.
Matthias Reim begeisterte am Sonntag auf der Rennbahn in Bad Harzburg. Foto: @fotobully


Heute erlebe er, dass seine Lieder längst nicht mehr nur mit seiner eigenen Geschichte verbunden werden. Viele Fans hätten ihre persönlichen Erinnerungen mit seinen Songs verknüpft. Besonders „Verdammt, ich lieb’ dich“ sei für manche Teil ihrer eigenen Beziehungsgeschichte geworden.

Auch über sein Privatleben sprach Reim offen. Er machte keinen Hehl daraus, dass sein eigener Weg nicht immer geradlinig verlaufen sei. „Ich hab geliebt. Ich hab gelitten“, fasste er zusammen. Gerade diese Gegensätze gehörten für ihn zum Leben dazu.

Seine Sicht darauf brachte er in einem Satz auf den Punkt: „Wer nie durch Scherben ging, hat nie gelebt.“

Humor zwischen den ernsten Momenten


Matthias Reim begeisterte am Sonntag auf der Rennbahn in Bad Harzburg.
Matthias Reim begeisterte am Sonntag auf der Rennbahn in Bad Harzburg. Foto: @fotobully


Trotz der persönlichen Rückblicke blieb der Abend leicht. Reim nahm auch seine eigenen Beziehungserfahrungen und typische Beziehungsprobleme aufs Korn. Männer würden sich irgendwann Hobbys suchen, Frauen dagegen womöglich eine „Auszeit“ nehmen – mit solchen Beobachtungen brachte er das Publikum immer wieder zum Lachen.

Matthias Reim begeisterte am Sonntag auf der Rennbahn in Bad Harzburg.
Matthias Reim begeisterte am Sonntag auf der Rennbahn in Bad Harzburg. Foto: @fotobully


Auch die Größe des Publikums beeindruckte ihn. Auf seine Bitte hin wurde die Lichtanlage so ausgerichtet, dass auch die weiter hinten stehenden Zuschauer sichtbar wurden. Reim zeigte sich begeistert von der Stimmung und lobte anschließend seine Band, die Technik- und Lichtcrew sowie die Pyrotechniker.

„Hört niemals auf zu träumen“


Matthias Reim begeisterte am Sonntag auf der Rennbahn in Bad Harzburg.
Matthias Reim begeisterte am Sonntag auf der Rennbahn in Bad Harzburg. Foto: @fotobully


Im weiteren Verlauf wurde der Sänger wieder ernst. Die aktuelle Tour bezeichnete er als etwas Besonderes. Trotz seiner langen Karriere habe er sich eine wichtige Eigenschaft bewahrt: seinen „Kindskopf“.

Daraus entstand seine Botschaft an das Publikum: „Hört niemals auf zu träumen von den Sachen, an die ihr glaubt.“

Reim selbst kenne schließlich nicht nur die erfolgreichen Zeiten. Er habe immer weitergeträumt – auch in den schwierigsten Phasen seines Lebens. „Ich hab mich aus der Scheiße wieder rausgeträumt“, sagte er.

Ein Stern über Bad Harzburg


Matthias Reim begeisterte am Sonntag auf der Rennbahn in Bad Harzburg.
Matthias Reim begeisterte am Sonntag auf der Rennbahn in Bad Harzburg. Foto: @fotobully


Zum Ende des Abends bekam der Blick in den Himmel fast symbolischen Charakter. Reim hatte sich für den Abend gewünscht, dass sich die Wolkendecke etwas öffnet. Zunächst war davon wenig zu sehen.

Dann entdeckte er offenbar einen einzelnen Stern und zeigte begeistert nach oben: „Da ist er! Mein einsamer Stern!“ Ob tatsächlich alle Zuschauer denselben Stern sehen konnten, blieb offen. Die Freude des Sängers über den Moment war jedenfalls deutlich.

So blieb vom Konzert neben den großen Hits vor allem ein persönlicher Eindruck: Matthias Reim blickte zurück auf Erfolge, Rückschläge, Liebe und Neuanfänge – und zeigte sich dabei als jemand, der sich seinen Optimismus bewahrt hat.

Seine Botschaft an das Publikum war entsprechend einfach: weitermachen, an sich glauben und vor allem nicht aufhören zu träumen.

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