Großer Fahndungstag: Bundespolizei zieht Bilanz

Es sollte ein klares Zeichen im Kampf gegen Kriminalität und zur Gewährleistung der Sicherheit der Reisenden gesetzt werden.

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Symbolbild | Foto: via dts Nachrichtenagentur

Region. Am Mittwoch führte die Bundespolizeidirektion Hannover einen großangelegten Fahndungstag in den Bundespolizeiländern Bremen, Niedersachsen und Hamburg durch. Im Fokus standen die Hauptbahnhöfe sowie Flughäfen im Zuständigkeitsbereich sowie die Überwachung des Nah- und Fernverkehrs, um ein klares Zeichen im Kampf gegen Kriminalität und zur Gewährleistung der Sicherheit der Reisenden zu setzen, heißt es in einer Pressemeldung der Bundespolizei.



Im Rahmen dieses Einsatzes hat die Bundespolizeidirektion Hannover gestern zwischen 8 und 22 Uhr über 800 uniformierte und zivilbekleidete Einsatzkräfte der Bundespolizei eingesetzt, um gezielt gegen Gewalt- und Eigentumskriminalität sowie gegen illegale Migration vorzugehen und präventive Maßnahmen zu ergreifen.

Super-Recogniser im Einsatz


Darüber hinaus waren am Fahndungstag auch spezialisierte Super-Recogniser der Bundespolizei in allen drei Bundesländern im Einsatz, die
gezielt nach bislang nicht identifizierten Tatverdächtigen, aber auch nach bekannten beschuldigten Personen suchten. Weiterhin wurden alle verdächtigen Personen überprüft, deren Verhalten auf eine Gefährdung der öffentlichen Sicherheit oder der Reisenden hindeutete.


Ein weiterer Schwerpunkt wurde auf die Präsenz in den Zügen gelegt. So wurden direktionsweit auch diverse Zugstreifen durchgeführt, um die subjektive Sicherheit der Bahnreisenden zu erhöhen. Insgesamt wurden unter anderem vier Haftbefehle vollstreckt, zwölf Platzverweise erteilt und insgesamt 75 Strafanzeigen gestellt, darunter vier wegen Gewaltdelikten und Körperverletzungen.

Aus dem Zug in den Knast


Auch ein Fall aus dem Bereich Braunschweig wird in der Pressemeldung exemplarisch genannt. Bei einer Zugstreife kontrollierten Einsatzkräfte der Bundespolizeiinspektion Hannover einen 31-jährigen Mann mit ungeklärter Staatsangehörigkeit im Regionalexpress auf der Fahrt von Wolfsburg nach Braunschweig. Eine Prüfung der Personalien war vor Ort nicht möglich, sodass er erst auf dem Revier am Braunschweiger Hauptbahnhof anhand seiner einliegenden Fingerabdrücke identifiziert werden konnte.

Hierbei ermittelten die Beamten einen offenen Haftbefehl der Berliner Justiz. Der Mann war wegen einer Straftat nach dem Waffengesetz im vergangenen Jahr zu einer Geldstrafe von 750 Euro verurteilt worden. Der 31-Jährige konnte die Geldstrafe nicht bezahlen und wurde zur Verbüßung seiner Ersatzfreiheitsstrafe von 25 Tagen an eine Justizvollzugsanstalt überstellt.

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