Außerschulischer Lernort: Eichendorffschüler lernen im Paläon

Schüler der Eichendorffschule lernen derzeit im Paläon. Landrat Gerhard Radeck besuchte die Schüler an ihrem außerschulischen Lernort.

Im Rahmen des Bundesförderprogramms „Startchancen“ nutzen derzeit Schülerinnen und Schüler der Eichendorffschule Schöningen das Paläon als außerschulischen Lernort.
Im Rahmen des Bundesförderprogramms „Startchancen“ nutzen derzeit Schülerinnen und Schüler der Eichendorffschule Schöningen das Paläon als außerschulischen Lernort. | Foto: Landkreis Helmstedt

Helmstedt. Im Rahmen des Bundesförderprogramms „Startchancen“ nutzen derzeit Schülerinnen und Schüler der Eichendorffschule Schöningen das Paläon als außerschulischen Lernort. Landrat Gerhard Radeck machte sich vor Ort ein Bild von dem besonderen Projekt, heißt es in einer Pressemitteilung des Landkreises am heutigen Dienstag.



Donnerstags ist bis Ende Mai für die Schülerinnen und Schüler der 5a und 5b der Eichendorffschule neuerdings ein besonderer Schultag. Denn der Schulbus fährt sie nicht zum Unterricht in ihrem gewohnten Klassenzimmer, sondern ins Foschungsmuseum Paläon. Von 9 bis 13 Uhr steht dort dann das Thema Steinzeit auf dem Programm. Dabei geht es nicht nur um die Vermittlung von historischem Wissen, sondern um einen Mix aus Geschichte, Sprachbildung und Erlebnispädagogik – ein Lernumfeld mit viel Praxisbezug, das es den Schülerinnen und Schülern einfacher macht.

Steinzeit ist Teamzeit


Den Schülerinnen und Schülern wird ein vielfältiges Programm geboten. Mit Hilfe der Methoden aus der Erlebnis- und Naturpädagogik soll vermittelt werden, wo die Wurzeln der Menschen liegen. So beschäftigten sich die Kinder am Beispiel Altsteinzeit mit dem Ursprung der Sprache, Werkzeugtechnologie, Tieren der Eis- und Warmzeiten und lernen, warum es keine Haustiere gab.

Außerdem bedeutet Steinzeit immer Teamzeit. Das heißt, die Kinder arbeiten jeden Donnerstag in Kleingruppen und lösen gemeinsam Aufgaben. Das fördert das soziale Lernen, was ebenfalls ein Baustein im Förderprogramm Startchancen ist.

Landrat Gerhard Radeck besuchte die Schülerinnen und Schüler im Paläon.
Landrat Gerhard Radeck besuchte die Schülerinnen und Schüler im Paläon. Foto: Landkreis Helmstedt


Vergangenen Donnerstag besuchte Landrat Gerhard Radeck die Schülerinnen und Schüler im Paläon und machte sich vor Ort ein Bild von dem Projekt: „Das Projekt ist toll und nach meinem Eindruck sind die Kinder auch gut bei der Sache. So macht Lernen doch Spaß und ist genau das, wofür wir das Paläon auch nutzen sollten: Als Lernort direkt an historischer Stätte mit viel Platz.“

Dem Thema Hausbau nähern sich die Schülerinnen und Schüler an diesem Donnerstag beispielsweise, indem die Größenordnung der ersten festen Häuser nachgestellt werden. Ganz nebenbei werden hier einfache Mathematik, Längenmaße und räumliches Vorstellungsvermögen geübt. Eine zweite Gruppe lernt ganz praktisch, wie ein einfacher Webstuhl funktioniert. „Wir merken schon, dass die Kinder hier viel besser einen Bezug zu den Inhalten entwickeln können und durch die praktischen Tätigkeiten auch länger dran bleiben, als wenn sie nur frontal beschult werden“, so Museumspädagogin Jana Hugler.

„Für uns ist das auch neu, dass wir nicht nur einer Schulklasse mal drei Stunden vor Ort etwas erklären, sondern dass wir dieselben Schüler regelmäßig hier haben und eine Beziehung zu ihnen aufbauen können“.

Weitere Projekte sind möglich


Möglich wurde dieser besondere Unterricht durch das Engagement der begleitenden Lehrkräfte, ohne die das Projekt nicht funktionieren würde, so Jana Hugler. Die Zusammenarbeit sei sehr kollegial und alle profitieren von dem intensiven Austausch.

Als „Startchancen-Schule“ hat die Eichendorffschule in jedem Schuljahr der nächsten 10 Jahre finanzielle Mittel für solche Projekte.
Außerdem werden gerade vom Kultusministerium Niedersachsen die sogenannten „Freiräume“ explizit gefördert und die Eichendorffschule möchte Teil des Programms „Schule im Aufbruch“ werden und prüft gerade, wie das gelingen kann.

Noch vor den Sommerferien soll das Projekt „Unterricht im Paläon“ evaluiert und ausgewertet werden. Schon jetzt ist aber klar: Ab Februar 2027 soll es mit den neuen 5. Klassen der Eichendorffschule auf jeden Fall weitergehen.

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