Lies: Wasserstoffmobilität-Projekt in Helmstedt hat Leuchtturmcharakter

In den nächsten Wochen seien zu dem Thema mehrere Treffen auf höchster Ebene geplant, um die weitere Planung abzustimmen.

Falko Mohrs, Jörn Dormeier und Olaf Lies
Falko Mohrs, Jörn Dormeier und Olaf Lies | Foto: SPD

Helmstedt. Wasserstoff kann einer der wichtigsten Bausteine für eine erfolgreiche Energiewende werden – das ist die Meinung von vielen Akteuren in Forschung und Wirtschaft, und auch die SPD begreift die Technik als große Chance, teilte diese mit. Umso mehr begrüßte der niedersächsische Energie- und Umweltminister Olaf Lies die Vorstellung des Projektes Wasserstoffmobilität Region Helmstedt, das derzeit im ehemaligen Braunkohlerevier Helmstedt vorbereitet wird.


„Das Modellvorhaben ist ein großartiger Ansatz für eine CO2-freie Energieversorgung der Zukunft. Das Gesamtkonzept zur klimaneutralen Energieerzeugung in Verbindung mit dem Aufbau klimaneutraler Mobilität hat für mich Leuchtturmcharakter, generiert zukunftsfähige Arbeitsplätze und regionale Wertschöpfung“, so Lies. Er sehe gute Chancen, dieses von regionalen Unternehmen getragene Projekt aus der neuen Förderrichtlinie des Landes für Wasserstoffprojekte fördern zu können.

Auch auf Bundesebene steht das Thema im Fokus. Der SPD-Bundestagsabgeordnete Falko Mohrs sieht die Wasserstofftechnologie als einen zentralen Faktor für die Zukunft der Industrie, eine dadurch verbesserte Wertschöpfung und damit die Schaffung neuer Arbeitsplätze. „Der Landkreis Helmstedt und die umliegende Region würden erheblich von diesem Projekt profitieren. Unsere Strategien auf Bundes- und Landesebene leisten dazu ihren Beitrag“, so Mohrs. Er sei erfreut über die Unterstützung durch Umweltminister Lies, der bereits in der Vergangenheit den vom Strukturwandel stark betroffenen Landkreis unterstützt habe. Mohrs bekräftigte, dass er für die Unterstützung des Projektes auf allen Ebenen eintreten werde.

Zum Projekt selbst berichtet der Landtagsabgeordnete der SPD aus Helmstedt, Jörn Domeier: „Wir brauchen eine nachhaltige, ressourcenschonende und klimaneutrale Nachnutzung unseres ehemaligen Braunkohlereviers, um den Menschen vor Ort Perspektiven zu eröffnen. Das Projekt Wasserstoffmobilität bietet so eine Chance, und zwar durch die Schaffung einer schlüssigen Wertschöpfungskette“, so Domeier. Diese reiche von der Bereitstellung von grünem Strom, von der Produktion und der Distribution von grünem Wasserstoff, von der Entwicklung und Produktion von innovativen Brennstoffzellenbussen bis hin zu deren Einsatz im öffentlichen Überlandpersonenverkehr. „Bereits im nächsten Jahr könnten wir die Fertigung von Brennstoffzellenbussen im Revier beginnen, um kurz darauf die ersten klimaneutralen Fahrten in
einem Wasserstoffbus in unserem ÖPNV zu erleben“, hofft Domeier. Das Ziel sei ehrgeizig, räumt er ein, aber hier komme viel Gutes zusammen: „Unsere innovativen Unternehmen vor Ort haben ihre wegweisende Initiative zum richtigen Zeitpunkt gestartet – dies werden wir mit aller Kraft unterstützen“.


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