Hoppermann will Besserbehandlung von Einzahlern im Sozialstaat

CDU-Generalsekretärin Franziska Hoppermann regt an, dass Menschen, die keine Sozialbeiträge gezahlt haben, geringere Leistungen erhalten sollen.

von


Franziska Hoppermann (Archiv)
Franziska Hoppermann (Archiv) | Foto: via dts Nachrichtenagentur

Mehr regionalHeute.de bei Google sehen?

Jetzt als bevorzugte Quelle festlegen

Berlin. CDU-Generalsekretärin Franziska Hoppermann regt an, dass Menschen, die keine Sozialbeiträge gezahlt haben, geringere Leistungen erhalten sollen. "Gerade im Bereich des Sozialstaates gibt es immer noch viele Ungerechtigkeiten, an die wir noch einmal ranmüssen", sagte Hoppermann der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Freitagsausgabe).


Es sei schwierig zu begründen, "dass Menschen, die nie in ein System eingezahlt haben, gleichbehandelt werden, wie jene, die 30 Jahre eingezahlt haben, ihren Job verlieren, weil Industriearbeitsplätze verloren gehen", so die CDU-Generalsekretärin weiter. "Zumindest in den Jobcentern müsste ihnen hier eine andere Sorge und Vermittlung zu Teil werden", so Hoppermann.

Ähnliches gelte bei der Krankenversicherung. "Da spüren Menschen eine Ungerechtigkeit und da müssen wir ran", so die CDU-Politikerin. Auf die Frage, ob also Menschen, die nicht eingezahlt hätten, etwa weil sie eingewandert seien, weniger Sozialleistungen erhalten sollten, sagte Hoppermann: "Wir müssen zumindest darüber diskutieren." Gerade bei der Gesundheitsversorgung sei es ja derzeit egal, ob jemand jemals eingezahlt habe oder nicht. Mit Blick auf die geplanten Reformen sei dies problematisch. "Wir muten mit den Reformen ja auch den Menschen etwas zu, die schon viel beitragen. Wenn es hier Gerechtigkeitslücken gibt, müssen wir sie schließen", sagte Hoppermann der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".