Hankensbüttel. An der Ise wird gegenwärtig durch den Unterhaltungsverband Ise eine zirka 700 Meter lange Teststrecke oberhalb der Mündung des Emmer Bachs geplant. Heute ist das Projekt Thema im Bauausschuss der Gemeinde Hankensbüttel.
Das Ziel der durch Mittel der Fließgewässerentwicklung (FGE) geförderten Maßnahme ist es, geeignete Bauweisen zu finden, mit denen kostengünstig eine Erhöhung der strukturellen und hydraulischen Vielfalt im Gewässerlauf erzielt werden kann.
Die Ergebnisse sollen in die Planung weiterer Renaturierungsmaßnahmen in langsam fließenden und hauptsächlich durch Sand geprägten Fließgewässern, wie zum Beispiel der Aller, einfließen. Ein Erfolg der Maßnahme soll durch ein fischökologisches sowie durch ein morphologisch-hydraulisches Monitoring belegt werden. Weiterhin ist eine Vorstellung der Ergebnisse bei anderen Akteuren und gegebenenfalls eine Veröffentlichung in einer Fachzeitschrift geplant. Das Projekt besitzt somit einen Modellcharakter für weitere Renaturierungsmaßnahmen im gesamten Einzugsgebiet der (Ober)Aller.
Gemeinde will sich nicht an den Kosten beteiligen
Einzelne Bauweisen von Strukturen in der Teststrecke werden in enger Zusammenarbeit mit einem Ingenieurbüro geplant. Es werden unterschiedliche kombinierte Bauweisen aus Totholz und Kies in verschiedenen Positionierungen, verschiedenen Ausdehnungen sowie unterschiedlichen Höhen getestet. Finanziert wird das Vorhaben mit einem voraussichtlichen Gesamtvolumen von 225.000 Euro zu 90 Prozent durch das FGE Programm, die restlichen zehn Prozent müssen aus Drittmitteln erbracht werden. Eine Übernahme eines Eigenanteils durch die Gemeinde Hankensbüttel ist nach Aussage der Verwaltung nicht vorgesehen.
Die Planung der Strecke sowie vorbereitende Maßnahmen sollen noch 2017 erfolgen. Der Bau der Teststrecke soll bis Juni 2018 abgeschlossen sein.

