Kein Baby-Boom nach Corona-Lockdowns

Laut einer Auswertung des Statistischen Bundesamts wurden nach dem ersten Lockdown im März und April 2020 nicht mehr Babys geboren. Die meisten Standesämter der Region bestätigen dies.

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Symbolfoto.
Symbolfoto. | Foto: Pixabay

Region. Der erste Lockdown zur Eindämmung der Corona-Pandemie vom 22. März bis Anfang Mai 2020 mit umfassenden Kontaktbeschränkungen hat sich nach einer ersten Auswertung der Geburtenmeldungen nicht spürbar auf die Geburtenzahl in Deutschland ausgewirkt. Zwar sei die Zahl der Geburtenmeldungen 0,8 Prozent höher, als in den entsprechenden Vorkrisenmonaten Dezember 2019 bis Februar 2020. Allerdings bewege sich diese Veränderung im Bereich der üblichen Schwankungen monatlicher Geburtenzahlen. In unserer Region ergibt sich ebenfalls dieses Bild.


So meldet die Stadt Goslar auf Nachfrage, dass von Januar bis April 2020 152 Babys geboren wurden- zwei weniger als im selben Zeitraum 2021. Und auch in Gifhorn waren es sogar weniger, als im Vorjahr. Bis zum 30. März erblickten 320 Kinder das Licht der Welt. 2020 waren es im selben Zeitraum 285 Babys. Und auch Helmstedt kann man wohl nicht gerade von einem Baby-Boom sprechen. Aber immerhin hat es dort einen leichten Anstieg gegeben. Von Januar bis April kamen dort 136 Kinder zur Welt. Im Jahr davor, zehn weniger. Auch in der Stadt Salzgitter gab es nicht wesentlich mehr Kinder, wie die Stadt auf Nachfrage mitteilt. Von Januar bis April 2020 wurden 392, im selben Zeitraum in diesem Jahre waren es lediglich vier Geburten mehr.

Einen leichten Ausreißer in der Nicht-Baby-Boom-Statistik der Region gab es in Wolfenbüttel. Dort wurden von Januar bis April 2021 332 Geburten registriert - 46 mehr, als im selben Zeitraum im Jahr 2020.


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