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Kinokritik „Red Sparrow“: Ein Spatz mischt die Geheimdienste auf

9. März 2018
Der spannende Agentenfilm "Red Sparrow" konnte die Zuschauer im CineStar überzeugen. Fotos und Videos: Alexander Dontscheff
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Wolfenbüttel. "Red Sparrow" heißt der neue Agententhriller mit Jennifer Lawrence in der Hauptrolle, der derzeit auch im CineStar Wolfenbüttel gezeigt wird. regionalHeute.de hat sich den spannenden und teilweise recht harten Film einmal für Sie angesehen.

Inhalt

Moskau: Die junge Primaballerina des Bolschoi-Theaters Dominika Egorova (Jennifer Lawrence) wird während eines Auftritts so schwer verletzt, dass sie ihre Karriere an den Nagel hängen muss. Ihr Onkel, ein hochrangiger Offizier des russischen Geheimdienstes, nutzt ihre Notlage aus und zieht sie mitten hinein in das schmutzige Agentengeschäft. Nach einer harten Ausbildung zu einem sogenannten „Sparrow“ (junge Agentinnen und Agenten, die darauf spezialisiert sind, notfalls mit ganzem Körpereinsatz, andere Menschen zu manipulieren) wird sie auf den CIA-Agenten Nathaniel Nash (Joel Edgerton) angesetzt, um dessen Kontaktmann, einen Maulwurf in der Führungsebene der Russen zu entlarven. Natürlich lassen sich die Amerikaner nicht so leicht hinters Licht führen, aber auch Dominika hat ihre ganz eigenen Motive bei der Ausführung ihres Auftrags. Bis zum Ende lässt sie sich nicht in die Karten gucken, welches Spiel sie wirklich spielt.

Trailer

Kritik

Als ob der Kalte Krieg nie zu Ende gegangen wäre: US-Amerikaner und Russen bekämpfen sich auf Geheimdienstebene im wahrsten Sinne des Wortes bis aufs Blut. Die wendungsreiche Geschichte kann trotz ihrer Überlänge von fast zweieinhalb Stunden die Spannung bis zum überraschenden Schluss halten. Die zum Teil recht drastischen Sex- und Gewaltszenen überraschen für einen Film auf der großen Leinwand. Im Mittelpunkt steht dabei Jennifer Lawrence, die die Agentin wider Willen recht überzeugend verkörpert. Ein paar Lücken tun sich dagegen bei ihrer Charakterzeichnung auf. Irgendwie geht ihre Metamorphose von der Tänzerin zur kaltblütigen Agentin etwas abrupt von statten. Außerdem stört es ein wenig, dass die Rollen mal wieder klar verteilt sind: Hier die guten Amerikaner, dort die bösen Russen, denen jedes noch so abartige Mittel Recht ist, ihre Ziele zu erreichen. Außerdem fällt die deutsche Synchronisation etwas negativ auf, weil die Russen im eigenen Land Deutsch mit russischem Akzent sprechen. 

Trotz dieser kleineren Kritikpunkte bietet der Film gute Unterhaltung, die sich Fans von gut gemachten Thrillern mit wendungsreicher Handlung (und atmosphärischer Musik) nicht entgehen lassen sollten. All zu zartbesaitet sollte man allerdings nicht sein.

3,5 von 5 regionalHeute.de-Punkten

 

 

 

Das sagen die Zuschauer

Janusch:

Gudrun und Ingo:

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