Hannover. Die niedersächsischen Kommunen haben im vergangenen Jahr deutlich höhere Steuereinnahmen verbucht, das Finanzierungsdefizit bleibt jedoch auf hohem Niveau. Das teilte das Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN) mit.
Die Einzahlungen aus Steuern und steuerähnlichen Abgaben stiegen demnach um 7,8 Prozent auf rund 14,04 Milliarden Euro an.
Den größten Anteil an den Steuereinnahmen machte mit 6,135 Milliarden Euro die Gewerbesteuer aus, die um 8,4 Prozent zulegte. Der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer erhöhte sich sogar um 10,7 Prozent auf 4,701 Milliarden Euro.
Da die Auszahlungen der Kommunen mit einem Plus von 3,8 Prozent schwächer stiegen als die Einnahmen, sank das Finanzierungsdefizit um 8,6 Prozent auf 3,649 Milliarden Euro.
Die Gesamtverschuldung der Kommunen in Niedersachsen ist den vorläufigen Berechnungen zufolge jedoch weiter angestiegen. Sie wuchs um 4,21 Milliarden Euro auf über 23 Milliarden Euro an.
Besonders stark nahmen dabei Wertpapierschulden und Investitionskredite zu. Die Ergebnisse basieren auf der vierteljährlichen Kassenstatistik zum vierten Quartal des Vorjahres.
Kommunen in Niedersachsen verzeichnen höhere Steuereinnahmen bei anhaltend hohem Defizit
Die niedersächsischen Kommunen haben im vergangenen Jahr deutlich höhere Steuereinnahmen verbucht, das Finanzierungsdefizit bleibt jedoch auf hohem Niveau.
Finanzamt (Archiv) | Foto: Über dts Nachrichtenagentur

