Region. Nach drei ergebnislosen Verhandlungsrunden für die Beschäftigten im öffentlichen Nahverkehr in Niedersachsen (Tarifvertrag TV-N Niedersachsen) ruft die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) am 20. und 21. April 2026 zum Warnstreik auf. Das teilte der ver.di-Landesbezirk Niedersachsen-Bremen in einer Presseinformation mit.
Betroffen sind in der Region laut ver.di die BSVG Braunschweig, die WVG Wolfsburg und die Stadtbus Goslar. Die Mitarbeiter von RegioBus werden sich am 21. April 2026 ebenfalls am Warnstreik beteiligen. „Wir haben lange und intensiv versucht, am Verhandlungstisch und ohne Streiks ein Ergebnis für die Kolleginnen und Kollegen zu erzielen. Durch die anhaltende Blockadehaltung der Arbeitgeber beim Thema Reduzierung der Wochenarbeitszeit sehen wir uns allerdings jetzt gezwungen, einen anderen Weg einzuschlagen“, sagt ver.di-Verhandlungsführer Marian Drews.
Das fordert die Gewerkschaft
Im Herbst 2025 hatte die Gewerkschaft bereits ihre Forderungen für die anstehende Tarifrunde öffentlich bekannt gegeben. Die Verhandlungen begannen am 19. Februar 2026. Die zweite Runde war am 3. März. Teil drei der Tarifverhandlungen für die Beschäftigten, für die der Tarifvertrag Nahverkehr gilt, war am gestrigen Montag ohne Ergebnis zu Ende gegangen. „Uns ist sehr bewusst, dass Warnstreiks im öffentlichen Nahverkehr gerade in diesen Zeiten eine besondere Herausforderung für alle bedeuten. Deshalb haben wir großes Verständnis für den Frust der Fahrgäste und sind uns der angespannten Situation mit Blick auf die hohen Benzin- und Dieselpreise bewusst“, sagt Drews weiter. All diese Probleme könnten jedoch nur politisch gelöst und dürften nicht auf dem Rücken der Beschäftigten ausgetragen werden. In Bezug auf den ÖPNV dürften die Kommunen nicht länger mit der Finanzierung allein gelassen werden, Bund und Länder müssten hier dauerhaft unterstützen, so der ver.di-Verhandlungsführer. „Um in den Tarifverhandlungen endlich zu einem Abschluss zu kommen, müssen wir aber jetzt, als letztes Mittel, die Kollegen zum Warnstreik aufrufen“, sagt Drews.
Das ist an den Warnstreiktagen geplant:
20. April betriebsnahe Warnstreiks vor den jeweiligen Betriebshöfen.
21. April zentraler Warnstreiktag in Hannover: Demonstration vom Betriebshof Glocksee zum Platz der Menschenrechte: Demoroute: Start 10:30 Uhr - Brühlstraße - Leibnizufer - Friedrichswall – Platz der Menschenrechte, Abschlusskundgebung 12 - 13 Uhr

