Land und Bund geben mehr als 51 Millionen Euro für digitale Endgeräte frei

Ziel sei es, die Schulen in die Lage zu versetzen, Lehrkräften mobile digitale Endgeräte (Laptops, Notebooks und Tablets mit Ausnahme von Smartphones) für den Unterricht in der Schule oder zur Durchführung des Distanzlernens, zur allgemeinen Unterrichtsvorbereitung sowie zur Nachbereitung zur Verfügung zu stellen

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Symbolfoto | Foto: Anke Donner

Region. Die Niedersächsische Landesregierung hat am heutigen Dienstag der Bund-Länder-Vereinbarung „Leihgeräte für Lehrkräfte" zugestimmt und damit den Weg zur Anschaffung von mobilen Endgeräten für Lehrer geebnet. So berichtet es die Niedersächsische Staatskanzlei.


Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne habe nun die entsprechende Verwaltungsvereinbarung für das Land Niedersachsen unterzeichnet. Diese Vereinbarung sei nach dem Sofortausstattungsprogramm für Schüler sowie der Unterstützung der Schulträger bei Administrationskosten bereits die dritte Erweiterung des DigitalPakts Schule.

Aus allen drei Erweiterungen stehen Niedersachsen jeweils rund 50 Millionen Euro zur Verfügung. Das sind drei Erweiterungen mit jeweils über 50 Millionen Euro zusätzlich zu den 522 Millionen des DigitalPaktes. Es stehen in Niedersachsen damit in Summe über 670 Millionen Euro für die Schulen bereit.

Niedersachsen erhält über die aktuelle Verwaltungsvereinbarung rund 47 Millionen Euro und stockt diese mit einem Eigenanteil von 10 Prozent um 4,7 Millionen Euro auf. Der Eigenanteil wird aus dem Corona-Sondervermögen des Landes Niedersachsen bereitgestellt. Das Gesamtfördervolumen beträgt damit rund 51,8 Millionen Euro. Das entspricht etwa 520 Euro pro Gerät für jede hauptberufliche Lehrkraft. Die Mittel sollen 2021 verausgabt werden. Ziel sei es, die Schulen in die Lage zu versetzen, Lehrkräften mobile digitale Endgeräte (Laptops, Notebooks und Tablets mit Ausnahme von Smartphones) für den Unterricht in der Schule oder zur Durchführung des Distanzlernens, zur allgemeinen Unterrichtsvorbereitung sowie zur Nachbereitung zur Verfügung zu stellen. Eine entsprechende Förderrichtlinie soll zeitnah veröffentlicht weden.

Tonne begrüße es, dass ein weiterer Baustein bei der Verbesserung der digitalen Ausstattung im Schulbereich in die Umsetzungsphase gehe, heißt es in der Mitteilung. Die aktuelle Lage mit einem hohen Anteil an reinem Distanzunterricht zeige, dass das Thema mit Nachdruck verfolgt werden müsse - auch nach einem möglichen Ende der Corona-Pandemie. Das Lernen mit digitalen Medien werde immer mehr zu einem festen Teil des Schulalltages, daher seien auch die Lehrkräfte entsprechend zu unterstützen. Tonne bedankte sich bei der Bundesregierung und betonte, es sei wichtig, dass sich der Bund über den Tag hinaus an den finanziellen Herausforderungen des Bildungsbereiches beteilige.


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