Lauterbach will Pflegezuschüsse nach Einkommen staffeln

Der frühere Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) regt an, zur Schließung der Löcher in der Pflegeversicherung Heimbewohner mit hohem Einkommen und Privatpatienten stärker zu beteiligen. "Ich sehe drei Ansatzpunkte, um die Pflegekassen zu stabilisieren", sagte Lauterbach der "Rheinischen Post" (Mittwoch).

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Alte Frau in einem Pflegeheim (Archiv)
Alte Frau in einem Pflegeheim (Archiv) | Foto: via dts Nachrichtenagentur

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Berlin. Der frühere Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) regt an, zur Schließung der Löcher in der Pflegeversicherung Heimbewohner mit hohem Einkommen und Privatpatienten stärker zu beteiligen.


"Ich sehe drei Ansatzpunkte, um die Pflegekassen zu stabilisieren", sagte Lauterbach der "Rheinischen Post" (Mittwoch). Die Eigenanteile, die Pflegebedürftige im Heim zahlen müssen, sollten künftig an ihrem Einkommen orientiert werden. Pflegebedürftige mit hohem Einkommen sollten geringere Zuschüsse von der Pflegekasse bekommen als Pflegebedürftige mit geringem Einkommen. Es dürfe hier keinen Zuschuss mit der Gießkanne geben. Zudem forderte er: "Die Privatversicherten sollten stärker an der Solidarität beteiligt werden, indem sie mit für die soziale Pflegeversicherung aufkommen."

Aber auch die Pflegegrade sollte man überprüfen. "Bei den Pflegegraden sollte man prüfen, ob diese noch zielgenau sind", sagte Lauterbach weiter. Die Zahl der Pflegebedürftigen wachse stärker, als es medizinisch begründbar sei.

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